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  3. Leben mit Querschnittlähmung
  4. Mittwoch, 18. September 2019

Im Allgemeinen sind die Botschaften der Behindertenforen - und in Bezug auf Sexualität - ermutigend und positiv.

Dies gilt auch für unser Forum, aus dem ich folgenden Auszug ziehe: Betroffene können lernen und erfahren, dass Sexualität auch ohne die «normalen Körperreaktionen» sehr beglückend, nährend und freudvoll erlebt werden kann

Persönlich finde ich diesen Positivismus letztlich kontraproduktiv.

Als Mann finde ich es äußerst schwierig, sexuelles Vergnügen zu empfinden, wenn die Ejakulationsfähigkeit begrenzt ist, oder es keine Quelle von Lust ist, und 75% seines Körpers nicht empfindlich sind, vor allem in den Genitalien.

Wenn ich also lese, dass es trotz der Tetraplegie möglich ist, ein sexuelles Vergnügen zu haben, das mich sehr bereichert und erfüllt, dann sage ich mir mit Schuldgefühlen "und warum kann ich das nicht?!".

Mehr nuancierte Botschaften, die Anerkennung dass es sehr schwierig sein kann, sexuelle Lust als gelähmte Person zu erleben, sind meiner Meinung nach unerlässlich, damit sich jeder anerkannt fühlt, indem was er persönlich erlebt.

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Lieber carken

Das ist ein sehr sensibles Thema. Ich zolle Dir grossen Respekt für Deine klare Botschaft. Von Dir als Betroffener zu erfahren, wie Ihr als Paar trotzdem eine beglückende Partnerschaft leben könnt, wäre vermutlich für viele, auch stille Leser, eine Hilfe und Entlastung. Ganz herzlichen Dank für Dein grosses Vertrauen.

cucusita 

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Danke cucusita für deine Rückmeldung.

Respekt für sich selbst haben ist für mich sehr wichtig. Das heißt erkennen, sagen, mitteilen was uns weh oder gut tut.

Liebe Grüße

Carken 

 

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Hallo Carken,

ich empfinde in vielen anderen Bereichen das Thema "kontraproduktive (oder sogar toxische) Positivität" ähnlich. Differenzierung ist so wichtig - denn bei Generalisierungen oder Schönmalerei kommt es sonst schnell zu Schuldzuweisungen, sei es durch sich selbst oder durch andere. Grade, wenn etwas zu positiv dargestellt wird, ist es nur zu einfach (und leider auch zu verbreitet), dass dem Einzelnen die Schuld zugewiesen wird, wenn er dieser positiven Darstellung nicht entspricht.

Mir stösst das in anderen Bereichen sehr negativ auf, wo dann schnell mangelndes Wollen, schlechtes Coping oder psychische Faktoren in den Raum gestellt werden - mit anderen Worten, die Schuld und Verantwortung dem Betroffenen zugeschoben wird.

Insofern stimme ich Dir voll zu: Eine realistische Darstellung und Differenzierung ist wichtig! Danke für Deine offenen und ehrlichen Worte!

Viele Grüße,

odyssita

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