Die Online-Community für Menschen mit Querschnittlähmung, ihre Angehörigen und Freunde

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  1. odyssita
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  3. Leben mit Querschnittlähmung
  4. Dienstag, 03. März 2020

Ihr Lieben,

ich traue mich und packe dieses heisse Eisen an.

Wie geht es Euch in Bezug auf das neue Coronavirus? Wie bereitet Ihr Euch vor? Wie sind die Menschen und Einrichtungen, auf die Ihr angewiesen seid, vorbereitet?

Ich verfolge die Nachrichten zum neuen Coronavirus nun schon seit einigen Wochen. Zu meinen Therapien gehe ich aktuell nicht, weil ich einerseits meinen leichten Infekt nicht weitergeben will, andererseits mir auch nichts einfangen will. Ich habe dank meinem Hausarzt Medikamente, die mir einige Wochen reichen. Ich schränke meine sozialen Kontakte ein, und wenn ich einkaufen gehen muss, mache ich das frühmorgens. Ich habe einige Vorräte im Haus. Was ich noch nicht gemacht habe ist, eine Patientenverfügung zu schreiben; das steht schon seit Jahren aus. Vielleicht wäre jetzt ein guter Zeitpunkt dafür. Ich hatte vor einigen Jahren eine Influenza, die sich gar nicht gut mit meinem geschädigten autonomen Nervensystem und meiner leicht durch die Rückenmarksschädigung betroffenen Atmung vertragen hat. Ich will versuchen, eine Infektion zu vermeiden.

Nun bin ich in der glücklichen Lage, dass ich mich selbständig versorgen kann, sofern die Versorgungsketten funktionieren. Und ich weiss, dass das vielen von Euch anders geht. Das macht mir Sorgen. Habt Ihr mit den Menschen, die Euch unterstützen, darüber gesprochen, wie sie vorbereitet sind? Wer sie ersetzen kann, falls sie ausfallen?

Ich fürchte, man muss damit rechnen, dass das Gesundheitssystem in den nächsten Wochen überlastet sein wird, zumindest hier in Eurem Nachbarland, wo wenig Eindämmungsmassnahmen getroffen werden und die Reaktionen sehr verzögert sind.

Wie ist das SPZ vorbereitet? Es ist sicherlich gut, dass es räumlich getrennt ist von Ambulanzen für infizierte Menschen. Aber gibt es Pläne, wie die Versorgung aufrecht gehalten werden kann, wenn es in einem Bereich zu einem Fall des neuen Virus kommt? Ob vielleicht auch Patienten ambulant oder vor Ort bei Euch unterstützt werden könnten, falls andere Versorgungsoptionen ausfallen? Jetzt ist die Zeit, zu planen.

Sehr problematisch fand ich auch, wie zumindest bei uns hier lange Zeit beschwichtigt wurde, nach dem Motto: "Das Virus ist nicht so schlimm, man muss sich deswegen nicht einschränken, fast nur alte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen haben schwere Verläufe". Es wurde nicht kommuniziert, dass jeder mit seinem Verhalten dafür Verantwortung trägt, dass gefährdete Menschen geschützt sind. Der Spaß und die Unbesorgtheit der Gesunden wurde mit dieser Kommunikationsweise über das Leben derjenigen mit höherem Risiko priorisiert. Von Ethikern hört man bislang wenig zum Thema, dabei wären sie gefragt, wenn es um das Abwägen verschiedener Interessen und die Verteilung potentiell knapper Ressourcen geht.

Liebe Community-Familie, passt auf Euch auf!

Ganz liebe und nachdenkliche Grüße,

odyssita

claudia.zanini
Community Manager
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Liebe odyssita,

die Situation in der Schweiz ist ernst, wie in vielen anderen Ländern. Der Bundesrat stuft die Situation in der Schweiz als besondere Lage gemäss Epidemiengesetz ein. Ich habe aber das Gefühl, dass die Behörde gut mit der Situation umgehen. Die Empfehlungen und Massnahmen sind klar kommuniziert und kohärent. Sie werden durch verschieden Kanäle verbreitet, auch z. B. auf den Bildschirme in den Bahnhöfen oder in den Bussen. Der Bundesamt für Gesundheit empfiehlt Hygieneregeln, z. B. wie man korrekt Hände wäscht, auf Händeschütteln verzichten, zu Hause bleiben sobald man sich unwohl fühlt und sich telefonisch anmelden auf Notfallstationen. Es hat Massnahmen, die die ganze Schweiz treffen (z. B. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind verboten) und zusätzlichen Massnahmen können von den Kantonen entschieden werden, wenn nötig (z. B. Schulen schliessen).

Im SPZ hat es ein Coronavirus-Kernteam, die für die Entscheidungen zuständig ist. Alle Mitarbeiter werden auf dem laufenden behalten dank einer speziellen Sektion in den "News" im Intranet. Verschiede Massnahmen wurden genommen. Alle Ambulatorien der Klinik behandeln vorderhand keine internationalen Patienten mehr. Alle Schweizer Patienten werden telefonisch einer Triage unterzogen und gemäss einer Checkliste befragt. Danach wird entschieden, ob der Termin wahrgenommen werden kann. Auf dem "Campus Nottwil" werden nur Veranstaltungen mit der offiziellen Erlaubnis des Kantons Luzern durchgeführt. Zudem sind alle Veranstalter verpflichtet, eine vollständige Liste der Teilnehmenden zu führen, und diese abzugeben. Das Klinikgebäude ist von allen Veranstaltungen ausgeschlossen und es werden zusätzlich verschiedene unbewachte Eingänge für öffentliches Publikum geschlossen. Athleten, die aus dem Ausland zurückkehren, dürfen den Campus während zwei Wochen nicht betreten. Jeden Tag werden die Massnahmen überprüft und wenn nötig, neue Massnahmen werden umgesetzt.

Es ist jetzt zu hoffen, dass die Leute sich verantwortlich benehmen, sprich, dass sie zu Hause bleiben wenn sie Symptome haben und sie sich telefonisch im Spital oder beim Hausarzt melden, so dass andere Leute im Wartezimmer und die Fachpersonen geschützt werden können. Wie du es geschrieben hast, es ist eine Sache der Ethik und der sozialen Verantwortung. Für mich wäre vielleicht dieses Virus "nicht so schlimm", aber für meinen 87-jährigen Nachbarn und meine Freundin, die Herzprobleme hat, könnte es anders sein. Ich denke an sie. 

Liebe Odyssita, Liebe Community, ganz liebe Grüsse, Kraft, Geduld...und Gesundheit!

Claudia

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Liebe Claudia,

vielen Dank für Deine Antwort. Es tut gut, zu lesen, dass Ihr Vorbereitungen trefft, dass es klare Zuständigkeiten gibt und Ihr das Thema ernst nehmt.

Passt auf Euch auf!

Ganz liebe Grüße,

odyssita

 

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Hallo Liebe Odyssita und liebe Community Familie 

Ahc Mensch ich kann dich gut verstehen Odyssita, auch wenn ich aber nicht das verhalten von Tausende Menschen verstehe, denn Ja es ist ein Virus das Angeblich neu ist, ( auch wenn bestätigten quelle besagen das der Corona Virus schon in der 1960 Jahren entdeckt geworden ist unter anderem bestätigt es auch der Robert Koch Institut ) und hier auch nich ein Artikel https://www.20min.ch/wissen/news/story/Warum-auf-Spray-von-2014-Coronavirus-steht-27975499

Aber man darf nicht vergessen das im ende Effekt die Tatsache ist und bleibt das es ein Grippen Virus ist, und Grippe wellen haben wir jedes Jahr und die zahl der Toden über die Grippe Wellen ist eigentlich höher als dies von Corona. 

Klar ich betonen, das Mensch die ein Schwachen Immunsystem haben, oder schwere Vorerkrankungen wie Herz und Lunge oder Gar Krebs, ist egal welchen Virus ein Potenzieller Tödlicher Gefahr...!! ( Mit Betonung auf Potenziell ), Das Problem von Corona und die Panik wenn auch sogar Hysterie, verdanke wir auf die Heutige Zeit der Medien ( ihr glaubt eifach nicht was für eine Macht die Medien und Soziales Netzwerken haben.. ) Fakt beliebt aber egal wie wo wann, oder was es ist. Wir haben den Fokus ein wenig verloren über das Leben.! 

Denn die Größte Gefahr des Planet ist und bleibt der Mensch.! Wenn wir uns nicht anstrengen, und anfange mehr acht und Respekt gegenüber Tieren, und Gegenüber die Natur, dann Glaubt Mir die Natur somit auch die Tieren, lassen uns dies Bitter bezahlen. Wir müssen vor allem Respekt gegenüber unsere Mitmenschen haben, und vor allem Respekt und Achtung auf uns selbst, wie eine gesunde Ernährung Gesundes Menschen verstand auch beim Kaufen sei es von Lebensmitteln bis zu Materielles, Ahnten auf Hygiene. Das Händen Wäschen und zuhause bleiben wenn man Krank ist, sollte nicht die Ausnahme regeln sein wenn sowas passiert. Sonder solle es tag täglich sein. 

Weiterhin, wünsch ich dir und auch alle, ein sorglos freies erfühltes Leben. Und Hoffe das zumindestens viele verschönst bleibt mit dem Grippen, und die die es haben und oder bekommen, das Sie schnell gesund werden. Ich wünsch e uns alle ein Schönes Langes langes langes Leben.! 

Herzlichen Grüsse 

Francesco 

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Liebe Community Familie

Dass sich das SPZ so gut auf die neue Gefahrensituation eingestellt hat, ist vorbildlich und beruhigend. Wir als Risikopatienten ausserhalb tun gut daran, uns an die Empfehlungen der Behörden zu halten.

Heute Morgen habe ich nun zusätzlich sämtliche Türklinken desinfiziert. Zu meiner Ueberraschung drücken Nachbarn den Liftknopf neuerdings mit dem Ellbogen. Das werde ich mir auch angewöhnen. Vorübergehend könnte ich auch die Handtücher durch Papiertücher ersetzen.

Viele von uns Tetra- oder Paraplegiker sind auf das Katheterisieren angewiesen. Dadurch haben wir bereits gelernt, dass absolute Hygiene hohe Priorität hat. Wir schützen uns damit vor chronischen Blasenentzündungen.

Im Freundeskreis kann ich Besuche vorübergehend durch längere Telefongespräche ersetzen.

Zu grosse Aengstlichkeit wirkt sich eher ungünstig aufs Immunsystem aus. Das Virus darf keinesfalls zu viel Macht über meine Lebensfreude bekommen.

"Nichts in der Welt ist so ansteckend wie Lachen und gute Laune." (Charles Dickens)

Mit zuversichtlichen Grüssen

cucusita

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Lieber Francesco,

hier in Deutschland gibt es auch viele Menschen, die so denken wie Du.

Ich versuche, mir ein Bild zu machen, indem ich mir die Rohdaten der Zahlen und Krankheitsverläufe anschaue (viele wissenschaftliche Publikationen sind offen einsehbar) und Einschätzungen von Ärzten und Forschern aus verschiedenen Ländern, vorrangig Virologen und Epidemiologen, lese.

Hier sind ein paar Gründe, warum ich denke, dass die Situation sehr ernst genommen werden muss und es gefährlich ist, sie zu verharmlosen:

  • Das Virus gehört zwar der Familie der schon länger bekannten Coronaviren an (das sagt etwas über den grundsätzlichen Aufbau des Virus aus), aber es ist in seiner speziellen Wirkweise (u.a. wie ansteckend es ist und welche Krankheitssymptome es verursacht) neu (so wie SARS und MERS es auch waren). Die verschiedenen schon bekannten Coronaviren bei Mensch und Tier sind sehr unterschiedlich, so dass man da nicht generalisieren kann. Über das neue Virus weiss man noch sehr wenig, die Forschung ist noch am Anfang und es gibt noch viele offene Fragen und Ungewissheiten. Man weiss noch nicht genau, wie die Übertragungswege sind (man arbeitet aktuell mit Annahmen, aber dass sich Menschen trotz der empfohlenen Schutzmassnahmen anstecken, wirft Fragen auf), wieviele der Infizierten Komplikationen bekommen oder gar versterben (beides deutet im Moment auf eine deutlich höhere Zahl als bei der Grippe hin), welche Menschen besonders gefährdet sind oder welche Behandlungsansätze es gibt, wie lange man immun ist und was passieren würde, wenn man sich erneut oder mit einem ähnlichen Virus infiziert. Es gibt Hinweise auf einige dieser Fragen, aber auch noch viele offene Fragen und Unklarheiten.
  • Es gibt diverse Hinweise darauf, dass Menschen, die keine Symptome haben, andere trotzdem anstecken können. Das macht es sehr schwierig, die Verbreitung aufzuhalten.
  • Während es bei der Grippe meist einen Teil von Menschen gibt, die eine gewisse Immunität mitbringen durch vorherige Erkrankungen oder Impfung, trifft das neuartige Coronavirus weltweit ziemlich zeitgleich auf Menschen, die nicht immun sind. Wenn viele Menschen zeitgleich so krank sind, dass sie nicht ihrer Arbeit nachgehen können oder ärztliche Unterstützung - vielleicht sogar auf einer Intensivstation, in China bei immerhin ca. 5% der Fälle - brauchen, dann stellt das eine enorme Belastung für jedes Gesundheitssystem dar. Darum wäre es extrem wichtig, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, so dass die Fälle zeitlich versetzt auftreten.
  • Ich weiss nicht, wie das in der Schweiz ist - aber zumindest hier ist jetzt schon absehbar, dass es zu Lieferengpässen bei Schutzausrüstung für Ärzte und Pfleger und bei Medikamenten kommen wird, weil vieles davon in China und Asien produziert wird und von dort nicht mehr das Land verlassen kann bzw. darf.

Das neuartige Coronavirus ist kein Influenza-Virus. Es ist eine andere Virenart, die sich anders verhält. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten (dass die Atemwege betroffen sind, Fieber auftreten kann etc.), aber das bedeutet nicht, dass es nur eine Grippe ist. Ich denke, dass diese Vereinfachung und Verharmlosung problematisch ist, weil Menschen dann dazu neigen, die oben genannten Probleme nicht ernst zu nehmen. Um die Ausbreitung eines solchen Erregers zu verlangsamen, kommt es aber darauf an, wie sich jeder einzelne verhält.

Nun wähle ich die Medien, über die ich mich informiere, natürlich aus. Bei den Medien, über die ich mich informiere, habe ich eher den Eindruck, dass die Problematik der Lage, die sich aus den Daten und Einschätzungen von Virologen und Epidemiologen abgezeichnet hat, lange Zeit nicht wiedergegeben wurde und stattdessen beschwichtigt wurde statt konkrete Informationen weiterzugeben. Am Rande bekomme ich mit, dass es auf anderen Kanälen auch Verschwörungstheorien gibt, das ist natürlich noch mal ein ganz anderes Problem und nicht hilfreich. Aber was ich als sehr, sehr problematisch ansehe ist, wenn es als Hysterie abgetan wird, wenn Menschen sich informieren, auf Probleme hinweisen und sich vorbereiten, um Problemen zu begegnen.

Zu Beginn der Ausbreitung des Virus hat die Angst vor der Hysterie dazu geführt, dass nicht transparent Informationen weitergegeben wurden und wichtige Massnahmen verzögert wurden "um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen". Ich sehe da genau dieselben Mechanismen, mit denen - auch im Gesundheitssystem - so oft auf Situationen der Unsicherheit, auf unklare Datenlagen, reagiert wird, und deren problematische Folgen ich schon so oft am eigenen Leib erlebt habe:

  • Dass psychische Faktoren ("Hysterie") in solchen Situationen der Unsicherheit höher bewertet werden als körperliche Faktoren. Ein Beispiel, das mir sehr bitter aufgestossen ist: Da fragte eine Wissenschaftsjournalistin (!) ob es denn nicht richtig gewesen sei, Karneval nicht abzusagen, denn Karneval mache ja Freude und das sei ja auch wichtig für die Gesundheit. Mir fehlen da die Worte.
  • Dass Informationen erst einmal angezweifelt werden und erst dann als valide angesehen werden, wenn sie entweder in einem Fachjournal mit Peer-Review publiziert wurden oder es mit eigenen Augen (oder zumindest im eigenen Land) gesehen wurde. Dadurch verstreicht wichtige Zeit. Ich halte z.B. die Informationen zum Verlauf in China - zusammengefasst u.a. durch den Bericht der WHO - für sehr wichtig und wundere mich, dass hier so wenig darüber berichtet wird.

Hinzu kommt:

  • Dass bürokratische Hindernisse und unklare Zuständigkeiten Steine in den Weg legen.
  • Dass sich viele Entscheidungen an wirtschaftlichen Faktoren und den Interessen der "Starken" orientieren, statt sich gemeinsam dafür einzusetzen, diejenigen zu schützen, die mehr gefährdet sind und dafür gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Noch manches mehr, vielleicht ergänze ich das später...

Die Erzählweise, dass sich die Natur nun rächt, es sowieso zu viele Menschen auf der Welt gibt und es ja nicht so schlimm sei, wenn es vor allem diejenigen erwische, die älter und/oder nicht so leistungsfähig seien, sehe ich auch sehr problematisch. Das grenzt an Eugenik.

Und ja, Du hast recht: Sich verantwortungsvoll zu verhalten, wenn man krank ist, um andere nicht anzustecken (zu Hause bleiben, vor Treffen mit anderen diese informieren, damit diese das Risiko für sich abwägen können, Hände waschen etc.) würde ich mir auch sonst wünschen. Ich denke, diese Situation wird eine Härteprobe werden, wie wir als Gesellschaft uns verantwortungsvoll verhalten, auch um andere zu schützen, und ggf. da einspringen und füreinander sorgen, wo offiziell zuständige Stellen an ihre Grenzen kommen.

Ganz liebe Grüße,

odyssita

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Liebe odyssita

Wir leben hier auf dem Lande, dass wir kaum betroffen sind. Dh. wir bewegen uns nicht in Menschenmengen. Selbstverständlich ist das Thema auch hier in Frankreich in allen Medien und Veranstaltungen präsent. Die Hygiene ist eh gross geschrieben bei uns. Hände waschen und desinfizieren gehören zur Tagesordnung. Wir verharmlosen nicht, lassen uns aber nicht verrückt machen. So höre ich auf Beda Stadler, der eine ziemlich unverkrampfte Art hat, aber uns auch ein bisschen den Spiegel vorhält.https://www.tagblatt.ch/schweiz/immunologe-beda-stadler-sagt-warum-der-fruehling-das-corona-virus-killen-koennte-ld.1200142 zB. sind nur 20% der Schweizer Bevölkerung Grippe geimpft und nicht selten hörte ich von Pflegefachfrauen, dass sie sich nicht impfen lassen würden. Für mich das A und O der Verantwortung in einem solchen Beruf.

So und nun verkrieche ich mich wieder hinter mein Buch und wünsche euch gute Gesundheit, häbet Sorg und auf bald, Silvia

 

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Hallo liebe Odyssita

Nun, vielleicht habe ich es nicht richtig ausgedrückt, aber eins ist klar das es etwas gefährlich ist, das steht ausser Frage, was ich versuchte auch zu erklären, ist das nicht sein muss, jeden Infizierten auf der Welt zu thematisieren, und es in den Medien Gross rausbringen und jeder Tote kommentieren und es weltweit hinzustellen, als eine Art ende der Menschheit.... 

Die Menschen heut zu tagen haben so oder so Panik, und durch dieses ständige Panik, regieren dann die meisten noch Mehr egoistisch und rücksichtslos gegenüber den Mitmenschen. Und ich denke nicht das es zu wenig oder verharmlost wird, denn es ist omnipräsent,. Was ich auch meinte ist; Nicht nur weil dieses Virus im Umlauf ist sollte man Respektvoll umgehen mit Lebewesen die man sich drumherum hat, sonder auch vorher auch in der Zukunft, sollte man immer achten wie Hände waschen, Nichts ins Gesicht oder in der Luft zu niesen, wenn man krank ist oder Fieber hat, sich schonen zuhause etc etc etc..

Und ja es mag hart sein, aber du hast es gefasst, es ist der verlauf der Menschliche Natur, das ältere und schwache sterben, oder in allgemein schwer Kranken, Aber ich sage immer es gibt kein Alter für den Tod, und Jeder jeder Lebewesen verdient ein Natürlicher Abgang Prozess und möge es immer im Weit Alter.. ein 70 jähriger kann sich so gut fühlen wie ein 40 jähriger, auch wenn er schon Krankheit schwäche erleben musste oder erlebt, nicht das zu trotz Hat er auch verdient noch viel älter zu werden. Aber so oder so egal wie man es nett oder mein, niemand kann dieses Prozess stoppen. Und jeder hat leider ein Ablauf  früher oder später  wird es uns alle erwischen. 

Ich wünsche die und deine liebsten sowohl natürlich uns alle aus Herzen, weiterhin gute Gesundheit.! Und für alle die kämpfen müssen möge ihren/unseren Kampf gewissen.! 

Liebe Grüsse Francesco 

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Liebe Odyssita

Ein Mal mehr zeigst Du Deine grosse soziale Verantwortung. Dafür hast Du meinen Respekt. Eindrücklich ist auch deine differenzierte Auseinandersetzung mit dem komplexen "Coronathema". Deine Sichtweise und Deine Besorgnis lassen deutlich erkennen, dass Du bereit bist, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. 

Ich wünsche Dir trotz Quarantäne ein stimmiges Wochenende.

Mit liebem Gruss

cucusita 

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Hallo Ihr Lieben,

bitte entschuldigt die späte Antwort.

Silvia, danke für den Link von Beda Stadler, den kannte ich noch nicht. Jetzt frage ich mich, ob die Kommunikation über die Medien bei Euch in der Schweiz anders ist als hier bei uns. Ich denke, eine transparente Kommunikation ist in dieser Sache so wichtig; das würde ich mir hier mehr wünschen. Vage Aussagen führen zu Verwirrung und dazu, dass ein Teil der Menschen sagt: "Was soll das Theater, ist doch alles nicht so schlimm" und sich entsprechend rücksichtslos verhält und ein anderer Teil der Bevölkerung, der auch über andere Quellen informiert ist, sagt: "Das entspricht nicht der Gefahrenlage, die über glaubwürdigere Quellen kommuniziert wird; wenn so unsere Vorbereitung und Einschätzung im Land aussieht, dann werden wir große Probleme bekommen". Keins von beidem ist hilfreich. So wird hier z.B. regelmäßig kommuniziert, nur ein "sehr kleiner" Teil der Betroffenen würde schwere Symptome wie eine Lungenentzündung haben. Da frage ich mich, wie "sehr klein" definiert wird - wenn ich "sehr klein" lese, denke ich an 1% oder weniger, aber die Zahlen liegen meines Wissens deutlich höher.

Ich würde mir wirklich wünschen, dass an diesem Punkt zu sozialer Verantwortung aufgerufen wird. Die Reaktion auf die Situation ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der es auf das Verhalten jedes einzelnen ankommt. Das sehe ich hier bislang nicht kommuniziert. Ja, leider ist der Egoismus in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Aber genau deswegen bräuchte es von oben klare Ansagen, um die Menschen wachzurütteln, dass das ein Ernstfall ist, bei dem man mit Egoismus nicht weiterkommt. Jeder einzelne ist dann am besten geschützt, wenn alle anderen sich auch rücksichtsvoll verhalten und dazu die Ressourcen haben, die sie brauchen. Und dass die Überlastung des Gesundheitssystems abgepuffert wird, sollte im Interesse jedes einzelnen sein, auch im Interesse der Menschen ohne Grunderkrankungen - auch sie könnten in zwei Monaten eine Blinddarmentzündung haben und auf ärztliche Hilfe angewiesen sein.

Liebe Grüße,

odyssita

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Liebe Community-Familie,

vielleicht interessiert es den ein oder anderen: Es gibt seit einer guten Woche einen Podcast mit dem Virologen und Coronavirus-Experten der Berliner Charite, Prof. Drosten. Er erklärt darin Hintergründe und seine Abwägungen gut und zumindest in der Folge 9 spricht er auch recht eindrücklich den Ernst der Lage an.

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

Passt auf Euch auf!

Ganz liebe Grüße,

odyssita

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Ich wünsche euch gute Gedanken

Anhänge
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Hallo Liebe Odyissita 

Danke dir Herzlich, für dein Engagement was du uns auch bietest, mit Quellen und links. Mehr braucht man nicht zu sagen als aus Herzen Danke, 

Ich wünsche uns alle, von tiefsten Herzen und Seele, weiterhin gute Gesundheit und ein Langes Leben.! 

P.s Ich möchte noch ergänzen für alle Kollegen Para und Tetra, und oder Schwer Kranke, das Desinfektionsmittel ist ja bekanntlich seit Tagen nicht mehr zu finden 7 beziehungsweise zu kaufen. Dennoch eine wichtige Info, geht zu eure Apotheke und Fragt danach, denn der Bund hat beschlossen das Patienten mit Risiko und inklusive Para und Tetra mit Limit solchen Desinfektionsmittel  zu beliefern da wir angewiesen sind wegen Katheter etc... Ich habe es von meinen Apotheke gestern erhalten. Klar es ist beschränkt aber immerhin besser als garnicht. 

Liebe Grüsse 

Francesco 

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Hallo Ihr Lieben,

es ist gut, dass die Schweiz so gut vorbereitet scheint und sich Gedanken zu machen scheint, wie die Menschen, die auf Desinfektionsmittel angewiesen sind, diese vorrangig bekommen können. Hier bei uns ist es schwieriger; der Föderalismus ist in so einer Situation nicht unbedingt hilfreich.

Ich hoffe, dass die Menschen langsam verstehen, dass es auf das Verhalten jedes einzelnen ankommt, um mitzuhelfen, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet ist. Meine Gedanken sind in dieser Zeit bei allen, die im Gesundheitssystem arbeiten. Ich wünschte, ich könnte mehr tun, um zu helfen, aber ich gehöre ja selber zu einer Risikogruppe - da ist vermutlich das beste, was ich tun kann, dafür zu sorgen, dass ich mich möglichst nicht anstecke und alles tue, was ich kann, um auch andere medizinische Notfälle zu vermeiden. Und vielleicht zu versuchen, anderen zu helfen, das auch zu verstehen.

Wenn ich mit irgendwelchen Links noch weiterhelfen kann, meldet Euch gerne - ich bin gut im googeln. :)

Ganz liebe Grüße an Euch alle. Passt auf Euch auf! Und ich hoffe, dass wir uns im nächsten Jahr dann vielleicht einmal treffen können; es würde mich doch freuen, Euch einmal persönlich zu sehen.

odyssita

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Liebe Community-Familie,

wie geht es Euch? Ich denke an Euch.

Bei uns hier werden die Massnahmen und Aufrufe zum "social distancing", also soziale Kontakte einzuschränken, jetzt immer klarer. Die Menschen um mich herum verstehen langsam, dass sie die Situation ernst nehmen sollten. Ich bin sehr froh darüber; auch darüber, dass auch meine Eltern dies nun wohl verstanden haben. Ich hoffe, dass ich sie aus meiner eigenen Isolation heraus ein bisschen unterstützen kann. Zum Glück gibt es ja Internet und Telefon.

Wie ist es bei Euch? Nehmen die Menschen um Euch herum die Situation ernst? Setzt Ihr das "social distancing" auch um, so gut es geht?

Liebe Daria, meine Gedanken wandern auch zu Dir hoch auf den Berg. Du wirst sicher in den nächsten Wochen und Monaten Freiheiten haben, die wir hier in den Städten nicht haben. Geniesse die Sonne, die frische Luft und den Wind für mich mit!

Ganz liebe Grüße,

odyssita

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Hallo Liebe Odyssita Lieben Community Familie. 

Zuerst sorry das ich so spät antworte, aber ich habe mein PC seit ein Paar tagen in Reparatur, und heute habe mich ein altes geborgt. 

Nun du hast es richtig geschrieben Tag Täglich, wird es  immer mehr bewusst das die Situation mehr als ernst genommen wird, es scheint mit ein Surreales bild was ich persönlich in der Öffentlichkeit erleben. 

Der höhe punkt was Ich erlebt habe war gestern, die Hamsterkäufe zu sehn, hat mich fassungslos gemacht, und gleichzeitig Traurig, denn ich kann einfach nicht verstehen wieso viele Menschen so regieren, ich dachte eine Moderen gesteuerte Gesellschaft, sollte doch ein Tick mehr intelligenter sein oder nicht ? 

Denn ich wiederhole mich, es geht drum die Verbreitung dieses Virus zu minimieren, und somit die Schwächeren in dieses Fall die Alten Leuten und Immunschwächen Leuten sowohl die jene die Krebs oder Herz oder Lungen Probleme haben, zu schützen. Es geht vor allem das wir eben das Gesundheitssystem nicht zu Kollaps bringen könne, konkret Spitäler.! Denn wenn wir  die Verbreitung nicht minimieren, und es zu einem Kollaps des Gesundheitswesen sprich Spitäler bricht, dann haben wir alle ein Problem, im sinne die Wo Unfall erleben oder eine Schwere Krankheit plötzlich ausbricht,  oder eben ein Herzinfarkt Hirnblutung etc etc, und angewiesen  sind um zu überleben auf eine Intensivstation, und es eben kein platz und zu wenig Fachleute gibt, dann wird es soweit kommen das die Ärzte entscheiden müssen über leben und Tod von jemand die in der not Lage sind.!! 

Was ist da nicht zu verstehen ?? Das Hamsterkäufe sowohl Panik und Hysterie zu verbreiten, ist ganz und gar nicht Hilfreich.! Im gegenteil.! Das Virus in sich ist angesichts der verhalten der viele Menschen harmlos.!! Das unverantwortliche verhalten der viele Menschen im gegenteil ist verlässig und somit schlimmer und gefährlicher als die Pandemie selbst.!!! Auch wenn das Virus von China kommt, auch wenn ich das Lebensstil und Kultur der Chinesen nicht mag, müssen doch sagen das Sie vorbildlich regiert haben und wenn ihr die Statistik sehnt könnte ihr sehen das eben der Virus in China weitgehend zurück geht und viele wieder Gesund sind, sie habe angesichts der kurze zeit alles dicht gemacht und somit in ein Paar Wochen unter griff bekommen. Können wir dies auch nicht? Oder sind wir einfach zu egoistisch oder besser zu verwöhnt ? 

Also wiederhole mich, es sind einfache regel die eigentlich immer gelten sollten, Hände Wäschen.! Distanz halten, Wenn husten oder niesen einfach im Ellenbogen, und fühlt man sich krank oder schwach oder fieber, sofort Nahausen gehen und blieben und ein Arzt anrufen. Was ist da nicht zu verstehen ? Und wie gesagt experte nenne dies ein AHV Virus soll heißen eben das es Ältere menschen besonder hart trifft, dazu auch alle Jüngere mit einem schwachen Immunsystem, z. B. die Lungen oder Herz Probleme oder Krebs haben und kämpfen, alle dies sind besonders betroffen, der REST DER BEVÖLKERUNG AUCH WENN ES DAS VIRUS ERWISCHT WIRD ES ÜBERLEBEN WIE EINE HALT GRIPPE ZEIT.! 

Liebe Odyssita liebe Community Familie, hier ein Link über ein kleines Video über ein Experter Immunologe das ich aufgenommen habe, das wichtige erklärt. es ist 3min aber hört was der Experte sagt. 

Bis die  Normalität wieder kehrt, wünsche ich uns alle weiterhin guter Gesundheit, und ja wer sich einsam fühlt, aber hat Internet und ein PC oder Tablett oder Smartphone, soll doch gerne hier kommen und mit uns alle Plaudern.! Wir sind da und eine Tolle Community Familie.! 

Herzliche Grüsse Francesco 

Hier nun das Video..

 

Johannes
Community Manager
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Ihr Lieben

Ganz herzlichen Dank für diese lebhafte und engagierte Diskussion, aus der ich schon sehr viele hilfreiche Informationen mitgenommen habe. Es freut mich zwar auch, dass sich bei den Leuten langsam das Bewusstsein durchsetzt, dass man das Virus doch nicht so ganz auf die leichte Schulter nehmen sollte. Ich fürchte allerdings, dass die Schweiz und Deutschland in Bezug auf die getroffenen Massnahmen gegen die zu schnelle Ausbreitung und auch in Bezug auf das Bewusstsein der Leute den anderen europäischen Ländern – von Spanien und Frankreich über Österreich und Belgien bis hin nach Dänemark und Norwegen – noch ein Stück hinterherhinkt. Was meint Ihr dazu?

Ausserdem füge ich noch einen Link an für alle, die über die aktuellen Massnahmen des SPZ in Bezug auf das Coronavirus auf dem Laufenden bleiben möchten: https://www.paraplegie.ch/de/aktuell/informationen-zum-coronavirus. Bisher haben wir hier glücklicherweise noch keinen Fall, aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit, das Rehab Basel hat es leider viel schlimmer erwischt...

Alles Gute wünsche ich Euch allen! Ich freue mich auf weitere Beiträge zu diesem und anderen Themen.

Johannes

Johannes
Community Manager
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Noch eine Ergänzung zur Situation der Schweiz und das Bewusstsein der Leute: Heute hat mir jemand gesagt, dass hier einige offenbar noch extra viel draussen und gemeinsam unternehmen, um zu zeigen, dass man sich nicht von der Panik übermannen lässt. Offenbar haben viele das italienische Beispiel vor Augen, wo die Bevölkerung vielerorts überreagiert hat. Sicher ist Panik nicht hilfreich – aber besonnenes und verantwortungsvolles Handeln hat nichts mit Panik zu tun, auch wenn man dazu sein Verhalten ändern muss. Denn dass es keinen Anlass dazu gibt, das Virus zu unterschätzen, wird in diesem NZZ-Artikel vorgerechnet: https://www.nzz.ch/schweiz/coronavirus-schweizer-spitaelern-droht-der-kollaps-ld.1546008.

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Hallo Ihr Lieben,

es ist schön, hier von Euch zu hören und mit Euch verbunden zu sein. In den letzten drei Tagen scheint der Ernst der Lage hier in Deutschland doch endlich durchgedrungen zu sein. Ich denke auch, dass das viel zu lange gedauert hat und man die Folgen in spätestens drei Wochen an den Zahlen von Infizierten und Todesfällen leider sehen wird. Die WHO war schon lange Zeit sehr zögerlich in ihrer Einschätzung der Lage. Und als die WHO dann anfing, zu warnen und zum schnellen Handeln aufzufordern, dauerte es immer noch sehr lange. Vielleicht hat man sich hierzulande - und vielleicht auch bei Euch - zu sehr zurückgelehnt nach dem Motto "wir haben ja ein gutes Gesundheitssystem; uns wird das schon nicht passieren". Und vielleicht waren auch alle zu sehr darauf fokussiert, abzuwarten, bis mehr Evidenz da ist und aus Angst vor Fehlern lieber nicht zu handeln. Das ist etwas, was ich selber in den letzten Jahren ja auch oft in der Medizin erlebt habe: Dass "es gibt keine hinreichende Evidenz" (sprich: wir wissen es noch nicht, wir brauchen mehr Forschung) gleichgesetzt wurde mit "es wurde ausgeschlossen" und dann natürlich eher die Tendenz war, nicht zu handeln. Da wird man, wenn diese Krise vorbei ist, hoffentlich einiges analysieren, was man in Zukunft besser machen sollte.

Die Hamsterkäufe sind für mich nur ein Symptom dessen, dass von Seite der Zuständigen noch keine klaren - oder zumindest keine klar kommunizierten Regelungen - gefunden wurden, wie auf die Gefahr des Virus reagiert werden wird, auch darauf, dass viele Menschen gleichzeitig krankheitsbedingt ausfallen könnten. Grade die Frage nach der Produktion von Gütern und den Lieferketten steht einfach noch im Raum. Wer auf dem Land lebt und Selbstversorger ist, ist in so einer Situation sicherlich im Vorteil. Für die anderen bleibt zu hoffen, dass Regelungen gefunden werden, die für alle funktionieren, und dass die Menschen dann, wenn es schwierig wird, bereit sind, einander zu helfen. Es ist sicherlich eine Ausnahmesituation, wie sie noch niemand von uns bislang in seinem Leben erlebt hat. Und es wird sich die Frage stellen, wie sehr die Menschen bereit sind, sich zum Wohl anderer und der Gesellschaft einzuschränken. Das ist nichts, was die letzten Jahre gepflegt wurde oder "in" war.

Francesco, es gibt einige Hinweise, dass auch jüngere Leute nicht davon ausgehen sollten, dass das Virus für sie nur eine Grippe ist; die Verläufe sind wohl sehr unterschiedlich, so wie ich das verstehe. Das Risiko ist deutlich geringer als für Menschen über 60, ja - aber in Frankreich sind gerade meines Wissens auch viele Patienten unter 50 auf der Intensivstation. Und es ist auch noch zu früh, um zu wissen, ob es Langzeitfolgen geben kann. Man weiss so vieles noch nicht - da ist es schon sinnvoll, im Zweifel vorsichtig zu sein.

Johannes, vom Rehab Basel wusste ich noch gar nichts. Ich hoffe sehr, dass die betroffenen Patienten das gut überstehen werden.

Ich denke, dass die anfänglichen Beschwichtigungsversuche und Warnungen vor Panik sehr großen Schaden angerichtet haben. Unsere Gesellschaft ist ja leider sowieso so geprägt, dass viele Menschen denken, man könne mit positiven Gedanken, Ernährung, Sport und Yoga Krankheiten fern halten und dementsprechend sei Panik das schlimmste, ungesündeste, was man tun könne und ein Zeichen von Schwäche. Und unter "Panik" wird dann alles subsummiert, was keine positiven Gedanken sind. Wir haben ja auch die letzten Jahre in einer Gesellschaft mit Vollversicherungsmentalität gelebt, in der Risikoabwägung etwas war, was man abgegeben und nicht selber geübt hat. Dabei ist das so eine wichtige Fähigkeit.

Ihr Lieben, ich freue mich, in Kontakt mit Euch zu sein, auch wenn ich es nicht immer so schnell schaffe, zu antworten.

Passt auf Euch auf!

Liebe Grüße,

odyssita

Johannes
Community Manager
Akzeptierte Antwort Pending Moderation

Vielen Dank odyssita! Ich habe nicht den Eindruck, dass Du nicht schnell antwortest – ich bin vielmehr jedes Mal beeindruckt, in welche kurzer Zeit Du solche langen, geschliffenen und zugleich höchst informativen Texte produzierst.

Für Interessierte noch ein Link zu den Coronafällen im Rehab Basel: https://www.srf.ch/news/regional/basel-baselland/gesundheitskrise-rehab-basel-stark-vom-corona-virus-betroffen

Gute Nacht!

Johannes

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Hallo Johannes,

stimmt, so viel Zeit war diesmal ja noch gar nicht vergangen. Kam mir irgendwie länger vor. :) Aber es passiert ja grade auch so viel so schnell auf einmal, da kann man mit dem Zeitgefühl schon mal durcheinanderkommen...

Danke für den Link, und gute Nacht Euch allen!

Liebe Grüße,

odyssita

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