1. Tulipe Respektierter Experte
  2. Leben mit Querschnittlähmung
  3. Sonntag, 02. Dezember 2018

Da ist mir Francesco mit dem Adventsgedicht grad ein bisschen zuvor gekommen. Heute bei meinem Spaziergang, kam mir die Idee einen Adventskalender zu eröffnen. Jeder der Lust hat, darf ein Bild, ein Gedicht , ein Spruch einfügen. Ob man nun religiös ist oder nicht. Ich finde die Weihnachtszeit immer wieder schön. Liebe die Kerzen, den Duft von Weihnachtsguetzli. Habe aber auch das unendliche Glück, diese Zeit absolut stressfrei zu erleben. Diese Zeit möchte ich mit euch teilen.

Wenn ich sehe, dass kein Fensterchen eingefügt wurde, werde ich eines öffnen.

Häbet ä gueti Zyt. Silvia

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Tulipe Respektierter Experte
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Bazookas Adventsgeschichte

Meinem Frauchen ist langweilig. Seit Wochen kann sie kaum mehr aus dem Dorf, wegen den gilets jaunes (Gelbwesten). Trotzdem hat sie sich letzten Dienstag zusammen mit Herrchen und mir durchgemogelt und wir sind ans Meer gefahren. Juhui, ich liebe das Meer. Am Strand spazieren ist zu dieser Jahreszeit das Allertollste. Die Hundebesitzer haben den Strand für sich alleine und wir Hunde dürfen uns nach Herzenslust richtig austoben.  So auch ich. Alle drei waren wir so glücklich und ich rannte wie verrückt im Kreis. Aua, aua quitsch, jaoul ….. Frauchen drapierte mich auf Herrchens Schoss und fertig lustig. Am Mittwoch musste ich zum Doktor und er hat die Vermutung bestätigt «Kreuzbandriss». Übermorgen muss ich operieren und dann ist 6 Wochen Schongang angesagt.

Nachdem sie heute schon 3 Märchenfilme angeschaut hat, muss ich auch noch herhalten. Sie hat den Tannenbaum aufgestellt und die ganze Zeit gemault, dass er wiedermal schiefsteht. Umgefallen ist er auch noch, aber zum Glück ist er ja noch nicht geschmückt. Mit Würstchen hat sie mich bestochen diese alberne Mütze anzuziehen. Mmh was tut man nicht für sein Frauchen und ein Leckerchen.

Ha, da erinnere ich mich an Weihnachten vor 3 Jahren mit meinem besten Freund Danesh (Cocker Spaniel) er ist gleich alt wie ich nämlich 10 Jahre. Da sind wir um den Weihnachtsbaum gerast und ihr könnt euch ja vorstellen……

Also ich wünsche euch eine besinnliche Adventszeit, euer Bazooka



Ps. Und der Kuchen den sie gebacken hat ist auch verbrannt.

PPs. Und es regnet schon den ganzen Tag.
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Johannes
Community Manager
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Lieber Bazooka(laus)

Da sind Dir und Deinem Frauchen ja allerhand Missgeschicke passiert! Aber dafür habt Ihr uns zum 3. Advent eine unterhaltsame Geschichte geschenkt. Ich wünsche Dir eine gute OP morgen. Erhol Dich schnell, damit Du wieder herumtollen kannst!

Johannes
cucusita Star
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Lieber Bazooka
Dass Du am Meer einen Freudentanz aufführen wolltest, kann ich gut nachfühlen. Jetzt möchte ich Dir aber auch meine Anteilnahme für Dein verletztes Beinchen bekunden. Als begeisterte Ex-Skifahrerin weiss ich aus eigener Erfahrung, wie weh das tut. Unter uns gesagt: Dein liebes Frauchen stand beim Aufstellen des Weihnachtsbaumes immer noch unter Schock, weil es sich grosse Sorgen um Dich gemacht hat. Das mit dem roten Mützchen solltest Du auch pragmatisch sehen als ein Geben und Nehmen. Denk doch an die vielen feinen Leckerli, die die nächsten 6 Wochen auf Dich warten.
Vielleicht hast Du Lust, uns Zweibeinern wieder einmal eine Geschichte aus Deinem Hundealltag zu erzählen.
Mit einer virtuellen Umarmung von
cucusita
 
 
fritz
Blog-Autor
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Ich finde, dieser Adventskalender entwickelt sich prächtig: Viel Poesie und manche Rezepte, die diese vorweihnachtliche Zeit versüssen. Ich bringe jetzt in Ergänzung etwas ganz Nüchternes: Wir, die Vischers, das sind meine beiden Töchter, meine liebe Frau und ich sagen seit Jahren, dass es zu Weihnachten keine Geschenke gibt. Gelungen ist es noch nie. Jedes Jahr ergab sich doch ein kleiner Berg an liebevoll eingepackten Präsenten, die wir eins nach dem anderen öffneten. Es war reizvoll, aber auch stumpfsinnig. Dieses Jahr sieht es danach aus, dass wir wirklich darauf verzichten. Natürlich hängt das damit zusammen, dass inzwischen auch die Jüngste unter uns 30 Jahre alt ist. Bei den Vischers ist Weihnachten kein Kinderfest mehr. Im reiferen Alter geben wir uns gewissermassen der Meditation hin und blicken friedvoll in die Unendlichkeit. Die Fotografie soll das veranschaulichen. Wir haben sie am 24. Dezember 2011, also vor sieben Jahren, in Rio de Janeiro aufgenommen. 
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Tulipe Respektierter Experte
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Tage bis Frühlingsanfang
Es sind von heute an noch 92 Tage bis Frühlingsanfang 2019,also 13 Wochen und ein Tag.
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kitwan
Community Manager
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Yoohoo! Weniger als 100 Tage!! Ich vermisse Frühling, Sommer oder den laaaaaaaaaaaange Tag: die Sonne, die Wärme, die vielen Outdoor-Aktivitäten mit meinem Kind....Die Liste geht weiter und weiter...:smileyvery-happy:
claudia.zanini
Community Manager
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Mein Türli für den 19. Dezember.

Ich bin eine Fan von kreativen Servietten und Lichtern. Dieses Jahr mache ich Windlichter mit Salz
und probiere Weihnachtsstern-Servietten zu falten.


Sieht nicht so einfach aus, aber kleine Herausforderungen gefallen mir. Und zum Glück habe ich eine kleine Familie… die sich freut, wenn die Sachen mit Liebe gemacht sind, auch wenn sie nicht perfekt aussehen!

Habt ihr sonst ein Tipp für die Tischdeko für eine motivierte aber etwas tollpatschige Bastlerin? :womanwink:

Liebe Grüsse, Claudia
Tulipe Respektierter Experte
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Hi, liebe Claudia diese Salzlampen sind ja wirklich toll und Servietten in Tannenbaumform zu falten, gute Idee. Ich liebe es auch zu basteln, aber es muss einfach sein und auch die Materialien müssen leicht zu beschaffen sein. Hier mein Gipsei, dieses brauche ich für Tischdekorationen in jeder Jahreszeit. Ganz einfach zu machen und erst noch schnell. Man nehme einen Luftballon blase in in der gewünschten Grösse auf und bepflastere ihn mit Gipsbinden. Trocknen lassen (Ballon entfernen) und Innen mit Wachs ausstreichen, falls man mal ein Blumentöpfen reinstellen möchte. Nun einfach noch dekorieren. Wenn man eine Kerze reinstellt unbedingt in einem Glasbehälter. Also viel Spass! Nun musss ich meinen kleinen Bazooka abholen aus der Tierklinik. Häbet ä schöne Abe. Silvia



 
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Tulipe Respektierter Experte
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Weihnachten
Ich sehn' mich so nach einem Land
der Ruhe und Geborgenheit
Ich glaub', ich hab's einmal gekannt,
als ich den Sternenhimmel weit
und klar vor meinen Augen sah,
unendlich großes Weltenall.
Und etwas dann mit mir geschah:
Ich ahnte, spürte auf einmal,
daß alles: Sterne, Berg und Tal,
ob ferne Länder, fremdes Volk,
sei es der Mond, sei's Sonnnenstrahl,
daß Regen, Schnee und jede Wolk,
daß all das in mir drin ich find,
verkleinert, einmalig und schön
Ich muß gar nicht zu jedem hin,
ich spür das Schwingen, spür die Tön'
ein's jeden Dinges, nah und fern,
wenn ich mich öffne und werd' still
in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,
der all dies schuf und halten will.
Ich glaube, daß war der Moment,
den sicher jeder von euch kennt,
in dem der Mensch zur Lieb' bereit:
Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit!
Hermann Hesse
 
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Johannes
Community Manager
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21. Dezember:

Vermutlich kennen einige von Euch diesen Werbespot schon... aber ich poste ihn trotzdem, denn jedes Mal, wenn ich ihn ansehe, kommen mir von Neuem die Tränen.

[video]V6[/video]

Noch drei Tage bis Weihnachten – Zeit heimzukommen...
Tulipe Respektierter Experte
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Traum

Letzte Nacht hatte ich einen wunderschönen Traum, den ich mit euch teilen möchte. Ist er zurückzuführen auf das Video von Johannes oder vielleicht auf das Gedicht von Hermann Hesse «dass all das in mir drin ich find, / verkleinert, einmalig und schön / Ich muss gar nicht zu jedem hin». Egal es war einfach schön.

 Ich sass zusammen mit meiner Familie in einem Restaurant am See. Und es gab ein wunderbares Essen und  Desserts vom Feinsten. Ich durfte und konnte Dessserts Kuchen und Torten geniessen. Mmh, welch ein Fest. Sonst muss man sich ja immer sehr beschränken. Welche ein Schmaus bei einer fröhlichen Familienfeier wo gelacht, getanzt und umarmt wurde.

Wieso mich dieser Traum so berührt? Wir werden über Weihnachten seit vielen Jahren nur zu Zweit sein. So koste ich meinen Traum noch aus und  wünsche euch allen ganz viel Besuch oder zumindest einen so herzerwärmenden Traum.

Herzlichst, Silvia

PS. Da man im Traum nicht Echtzeit fotografieren kann, ein Bild von einem meiner Lieblingsorte «Saint Guilhem le Désert»
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Tulipe Respektierter Experte
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Die etwas andere Weihnachtsgeschichte
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Tulipe Respektierter Experte
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Ob Schneesturm oder nicht, ich wünsche euch einen schönen heilig Abend. 
 
Es klopft bei Wanja in der Nacht
Weit fort in einem fernen Land steht Wanjas Haus am Waldesrand. In langen Zapfen hängt das Eis und ringsumher ist alles weiß. Da ist bei Sturm in finstrer Nacht der Wanja plötzlich aufgewacht. "Was höre ich da tocken?" so fragt er sich erschrocken.
Wer ist's, wer klopft da an sein Haus? Ein Hase hockt im Schneesturm drauß. Der schreit und jammert kläglich: "Ich friere so unsäglich."Der Wanja sagt: " Komm nur herein, ich heize gleich den Ofen ein." Das Feuer zischt und prasselt laut; die Wärme dringt bis in die Haut. Der Has streckt sich behaglich aus. Bald wird es still im kleinen Haus. Auch Wanja deckt sich wieder zu: "Gut Nacht und angenehme Ruh!"
Doch kaum sind beide eingeschlummert, da weckt sie Lärm. Es pocht und bummert und jemand trommelt an das Tor. Ein roter Fuchs steht jetzt davor. Der knurrt: "Erfroren ist mein Zeh. Ich hab genug von Sturm und Schnee. Ich kann nicht weiterlaufen, lass mich bei dir verschnaufen!.
Da schreit der Hase: "Nein, oh nein, lass bloß den Fuchs hier nicht herein! Er ist darauf versessen, uns Hasen aufzufressen."
Der Fuchs mit kalten Gliedern beeilt sich zu erwidern: "Ich schwör bei meiner Ehre, dass ich dich nicht verzehre."
Der Wanja sagt: "Na gut, komm rein, doch halte dein Versprechen ein."Der Fuchs streckt sich behaglich aus. Bald wird es still im kleinen Haus. Auch Wanja deckt sich wieder zu: "Gut Nacht und angenehme Ruh!"
Doch - es ist wirklich unerhört - schon wieder werden sie gestört. Es klopft und pocht, es kratzt und kracht. Ein Bär steht draußen in der Nacht und - das muss man erwähnen - er klappert mit den Zähnen.
Der Wanja starrt den Bären an. "Was mach ich bloß? O Mann, o Mann."
Und auch der Fuchs erbleicht vor Graus. Er denkt: "Nun ist es mit mir aus. Der Bär hat es gerochen, dass ich ihm vor zwei Wochen ein Stückchen Fleisch gestohlen. Jetzt kommt er, mich zu holen."
Dem Bären sind die Ohren vor Kälte steif gefroren, drum ist ihm alles einerlei. Er schwört, dass er ganz harmlos sei. Der Wanja sagt: "Komm rein, schon gut!", und wirft ein Holzscheit in die Glut.
Der Bär streckt sich behaglich aus. Bald wird es still im kleinen Haus. Auch Wanja deckt sich wieder zu: "Gut Nacht und angenehme Ruh!"
Der Schneesturm unterdessen tobt weiter wie besessen. Er reißt die stärksten Bäume aus und rüttelt an dem kleinen Haus. Doch drinnen schlafen wohl geborgen Fuchs, Bär und Hase bis zum Morgen.
Kaum aber fängt es an zu dämmern, beginnt des Hasen Herz zu hämmern. "Der Fuchs meint es nicht ehrlich; er ist und bleibt gefährlich. Wie soll man sich vertragen? Dem knurrt ja schon der Magen. Es ist wohl besser, wenn ich geh." Er hoppelt wieder in den Schnee.
Der Fuchs erwacht aus Schlaf und Traum, reckt sich, erblickt den Bären kaum, da fährt ihm auch schon wieder der Schreck in alle Glieder. "Wenn das ein gutes Ende nimmt! Der Bär ist gegen mich ergrimmt. Er wird mit seinen Tatzen mich ganz empfindlich kratzen." Und eilig, eh der Bär erwacht, hat sich der Fuchs davongemacht.
Jetzt schnarcht nur noch der Bär im Eck, schnarcht laut und rührt sich nicht vom Fleck. Er ist nicht mehr durchfroren und hat auch warme Ohren. Und auch sein Pelz ist nicht mehr nass. Dann brummt er, blinzelt und wird blass; denn was er sieht, bedrängt ihn sehr: Am Nagel hängt ein Schießgewehr.
"Verflixt, das ist ein Jägerhaus! Ganz heimlich schleiche ich mich raus. Die Sonne steht schon überm Wald. Heut wird's bestimmt nicht mehr so kalt." Er tappt, so leise er vermag, hinaus in einen neuen Tag.
Der Wanja - noch von Schlaf umfangen - begreift nicht, was hier vorgegangen. Er blickt sich um im leeren Raum. War denn das alles nur ein Traum?
Doch draußen sieht er von drei Tieren die Spuren sich im Schnee verlieren.
Der Wanja schaut und nickt und lacht: "Wir haben wirklich diese Nacht gemeinsam friedlich zugebracht. - Was so ein Schneesturm alles macht!"
 
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