Die Online-Community für Menschen mit Querschnittlähmung, ihre Angehörigen und Freunde

  1. Francescolife
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  3. Leben mit Querschnittlähmung
  4. Mittwoch, 22. Mai 2019
Hallo, Leibe Community Familie, wie habt ihr das Erlebt? Würdet ihr von euch auch sowas behaupten? Ich bin gespannt auf euren Kommentaren und Erlebnisse.! Sei es positiv oder negativ.
Mein Gesundheit Probleme bekam schon mit 18/19 Jahre Alt Als Hirnblutung und Hirntumor Operation mir ein Besuch erstattet, nachdem war es mit der Jahre zu katastrophalen nachfolgen, Nicht das es trotz, Lebte ich mein Leben im vollen Zügen, und strebte eine Kurze aber Wunderbare Karriere als, wie im Bilderbuch reiste viel verdiente genug.
Somit wohnte ich auch an wunderschönen Orten Europas (Beispiel Nizza Cot’azur und Monte Carlo), und wer hätte das Gedacht, ? Plötzlich hatte ich Freunde und Familien Mitglieder die ich nicht mal kannte, Aber jeder hatte ein Platz bei mir.! Und war stets willkommen.! Meisten Gratis.
Wie erwähnt kam immer neue Gesundheit Probleme und Neu Operationen, Diagnostik folgte zu Diagnostik, als ich meine Märchenleben die Tür schlisst , und ich auf mich konzentrierte und auch den Entscheid zu meine Familie in der Schweiz nachziehen, Schwuuub  die Wuuub, waren auf einem Schlag schon mehr als die Hälfte der Freunde und Familie weg…
Nun ich grabt mich wieder rauf, und führte erneut ein schönes leben und Karriere hier zu Lande, dabei wurde ich sehr beliebt von Familie und Freunde, Und auch hier war ich stets grosszügig.
Mit der zeit musste ich erneut kämpfen um meine Gesundheit, dann das verheerende Rückenproblem, gefolgt der Rücken OP, da parallel siech die Hirnlesion erweiterte, kam es zu die Heutige komplette Paraplegie. Und somit Rollstuhl etc...
Und siehe da schon war ich viel weniger interessant für Freunde und Familie, langsam, aber sicher tag zu tag, würde mir den Rücken gekehrt, und die Verbindung immer weiter. (Ich betonen eins hatte niemals um Hilfe gefragt, im Gegenteil wäre schön gewesen einfach jemand zu haben der beisteht Moralisch) Aber es folgen eben Diagnostik auf Diagnostik und Verschiedene Gesundheit Probleme. Somit war meine Welt noch in Ordnung, weil ich 2 der engsten Familie Mitglieder, auch immer alles erzählte, aber dann kam der Tag, das es zu viel wurde…. Ich bekam gewaltig auf dem Deckel.! Und man sagte mir ich habe viel zu viele Gesundheit Probleme das sie nicht verstehen, und somit möchten Sie sich zurückziehen, weil sie nicht mehr nachkommen.
Na, sie da mit knapp 40, kann ich nur auf 1 Person zählen, und 2 bis 3 weiteren gute Freunde. Eins bekannt und geliebt, plötzlich aber distanziert...
Ich es möglich die Menschheit heute, so Egoismus geworden ist? Das es sich immer um Geld dreht? Oder Status ?
Wie sieht ihr das, beziehungsweise, ist es so euch bei Euch gewesen?
Ich würde mich freuen über eure Geschichte!
Lieber Gruss euch alle
Francesco
 
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Lieber Francesco,
lass Dich erst mal aus der Ferne virtuell in den Arm nehmen. Ich glaube, Du hast eine Sicht auf das Leben aus so vielen verschiedenen Perspektiven bekommen wie nur wenige andere Menschen. Danke, dass Du das mit uns teilst.
Du stellst da interessante Fragen. Wenn ich auf mein Leben schaue, dann ist es so, dass ich auch viele Kontakte verloren habe bzw. sie sehr stark eingeschränkt sind. Die sportlichen Aktivitäten, die ich früher gemacht habe, kann ich nicht mehr machen - wobei sich da doch immer wieder Freunde von früher melden, was mich sehr freut, auch, wenn ich sie lange nicht gesehen habe und oft absagen muss.
Vieles an Kontakten ist bei mir dadurch eingeschränkt, dass meine Gesundheit es mir nicht mehr recht erlaubt. Wenn ich mich übernehme, habe ich starke gesundheitliche Einbrüche, daher fallen Besuche bei Freunden oft schon weg, weil ich den Weg dorthin nicht alleine schaffen würde. Mein Immunsystem ist leider inzwischen sehr schlecht - nach den letzten Treffen mit Freunden mit Kindern hat es mich komplett umgehauen (und zwar längerfristig), das heisst, auch das schränkt leider ein. Es ist ja schon so, dass gemeinsame Erlebnisse, gemeinsame Unternehmungen zusammenschweissen - und da geht bei mir leider vieles nicht mehr. Wobei ich inzwischen doch zum Glück ein paar neue Möglichkeiten gefunden habe, die ich sehr geniesse und für die ich sehr dankbar bin.
Zu den Großverdienern habe ich noch nie gehört, und auch in meinem Freundeskreis hat Geld nie eine große Rolle gespielt - wir waren lieber per Camping unterwegs. Aber klar, es ist ein Luxus, wenn man nicht über Geld nachdenken muss - auch, wenn ich nie auf großem Fuß gelebt habe, merke ich schon, dass auch das inzwischen etwas ist, was dazu führt, dass ich mich außen vor fühle. In meinem Freundeskreis geht das Leben weiter und teilweise wird die Grenze, was man sich leistet, dann doch immer weiter nach oben verschoben. So merke ich, dass ich bei vielen Themen aus verschiedenen Gründen nicht mehr mitreden kann. Kinder, weite Reisen, Sport, mehr Luxus beim Essen, Trinken, Wohnen und beim Auto - da haben sich unsere Lebenswirklichkeiten schon ziemlich getrennt. Das tut manchmal weh und hat teilweise auch dazu geführt, dass ich mich aus manchen Kontakten zurückgezogen habe oder zumindest Leute dann lieber einzeln treffe als in bestimmten Konstellationen, in denen ich mich außen vor fühle, weil ich bei den Themen nicht mehr mitreden kann. Und ich habe auch schon Unternehmungen, zu denen ich eingeladen war und die für mich körperlich möglich gewesen wären, abgesagt, weil sie mir zu teuer gewesen wären.
Irgendwie ist das auch nicht einfach, wenn Freunde einen anderen Standard gewohnt sind und für selbstverständlich nehmen. Wenn man z.B. mit Freunden wegfährt und die anderen es gewohnt sind, gut und teuer zu essen und teuren Wein zu kaufen - was macht man da? Sich mal was leisten ist ja schon okay, aber immer könnte ich mir das nicht leisten, man will die anderen ja auch nicht ausbremsen und irgendwann entsteht da schon eine Schieflage, die sich nicht gut anfühlt.
Dabei sind die Freunde, zu denen ich inzwischen weniger Kontakt habe, wirklich nett und hilfsbereit. Ich brauche halt auch öfters Hilfe - und es ist nicht so einfach, um Hilfe zu bitten. Zumal es auch dabei wieder kulturell üblich ist, dass man den anderen als Dankeschön für die Hilfe z.B. auf einen Kaffee einlädt. Und dann fang ich schon wieder an zu rechnen, wie oft ich wohl um Hilfe bitten kann, bevor das zu teuer wird... Gleichzeitig weniger Geld, wenig fitte Zeit und weniger körperliche Möglichkeiten zu haben, ist in der Hinsicht eine blöde Kombination.
Das mit den gemeinsamen Gesprächsthemen ist auch ein großer Punkt. Ich habe mit meinem Körper, dem Gesundheitssystem, der Gesellschaft Erfahrungen gemacht, die meine Freunde und Familie nicht gemacht haben. Vor allem am Anfang bin ich damit auf viel Unverständnis gestossen, was für mich eine sehr harte Zeit war. Das hat sich zum Glück inzwischen bei meinen engen Kontakten geändert. Aber auch da merke ich, dass es sie überfordert, wenn ich zu viel über diese Themen rede. So habe ich für mich beschlossen, dass ich diese Themen schwerpunktmässig auslagere - in Foren wie dieses hier, und zu Kontakten, die sich aus Foren entwickelt haben. Es ist einfach ein bedeutender Teil meines Lebens, und es ist wichtig für mich, damit nicht alleine dazustehen. Tatsächlich war es für mich in der neurologischen Reha eine Wohltat, so viele Leute auf einem Haufen zu haben, mit denen ich über diese Themen reden konnte, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, die mich verstanden.
Die Frage, ob Egoismus, Status, Geld eine Rolle spielen? Hm - das ist sicher von Fall zu Fall unterschiedlich. Ich denke, Geld und Möglichkeiten spielen schon eine Rolle, und dann hängt auch vieles daran, welche gemeinsamen Erlebnisse mit den z.T. unterschiedlichen Voraussetzungen möglich sind. Und es ist wirklich ein großes Glück, wenn man Freunde hat, mit denen man gemeinsame Erlebnisse teilen kann.
Liebe Grüße,
odyssita
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Liebe Odyssita
Wunderbar wie du das beschrieben hast. Danke für diese Zeilen. Viele Dinge und Momente erkenne ich wieder. Aber zur Zeit ist es so, dass wir ganz viel Zuwendung erfahren durften und dürfen. Dafür sind wir natürlich sehr dankbar. Trotzdem gab es viele Aktivitäten an denen wir nicht teilnehmen konnten oder wir nicht eingeladen wurden, weil es halt "zu kompliziert" gewesen wäre. Dies hat oft geschmerzt, aber in den letzten Jahren, mussten wir eh schauen, dass wir unser Leben gut meistern und einfach die positiven Dinge rauspicken. So hat sich für uns alles ein wenig verlagert. Unsere engsten Freunde sind uns geblieben und passen sich unseren neuen Lebensumständen an. Dies ist sehr erfreulich. Ganz herzliche Grüsse, Silvia
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Liebe Silvia,
das ist wirklich schön, dass Ihr gerade so viel Zuwendung erfahren dürft, das freut mich sehr.
Der Philosoph in mir fragt sich: Ob es wohl einen Unterschied macht, ob es um akute oder chronische Gesundheitsprobleme geht? Ob es vielen leichter fällt, jemanden zu unterstützen, dem es akut schlecht geht, aber bei dem eine Besserung in Aussicht steht? Ob sich die Bereitschaft, zu unterstützen, teilweise über längere Zeit ermüdet?
Ja, diese Verlagerungen im Leben kenne ich auch. Zum einen von den Aktivitäten, aber auch von den Freunden her. Man muss sich einfach immer wieder neu erfinden. Wenn Freunde diesen Weg, diese Änderungen, mit gehen, ist es toll. Aber ich merke auch, dass ich das nicht von jedem erbitten kann oder will.
Ganz liebe Grüße,
odyssita
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Liebe Odysita
ja, da hast du etwas aufgeworfen und ich habe heute Nachmittag ein bisschen überlegt. Es stimmt, in akuten Phasen ist die Hilfsbereitschaft sicher grösser, dies ist auch bei mir so. Wenn es jemanden nicht gut geht, gibt es von meiner Seite mehr Unterstützung, sobald die Person wieder einigermassen im Lot ist, kann ich mich Anderen zuwenden. So wird es auch bei uns sein. Ich hatte ein Hilferuf ausgesandt und der wurde gerne aufgenommen und es war unwahrscheinlich schön Unterstützung zu erhalten in welcher Form auch immer. Nun sind wir auf dem Weg zu Besserung und Freunde sowie Familie können sich wieder anderen Themen etc. zuwenden. Ich glaube dies ist gut so, denn wir sind ja nicht die einzigen Freunde. 
Natürlich hast du mich dazu gebracht ein bisschen mehr über Freundschaft nachzudenken, was bedeutet Freundschaft. Leider reicht im Moment meine Zeit nicht aus, mich ganz intensiv damit auseinanderzusetzen. Aber eines ist sicher. Freunde und Familie muss man pflegen. Auch wenn man selbst gesundheitlich angeschlagen ist. Anteilnehmen am Leben unserer Liebsten. Zum Geburtstag gratulieren, nach den Kindern fragen etc. Ich selbst habe mehrmals alles stehen und liegengelassen um Freunde zu unterstützen. Manchmal hat man das Gefühl, ja man könne eh nichts tun. Doch kleine Dinge, wie zB. Wäsche waschen, staubsauben oder etwas zu Essen bringen können so wichtig sein in Momenten, wo man am Abgrund steht.
Wir haben Freunde, welche wir vor über 30 Jahren in Guatemala kennengelernt haben. Sie leben in München und seit dieser Zeit sehen wir uns jährlich und jedesmal ist es, als hätten wir uns gestern zuletzt getroffen. Auch sie kamen Felix besuchen als er auf der Intensivstation lag. Ein anderer Freund, besuchte uns vor 10 Jahren er flog extra aus Amerika her und half mir den Garten zu roden. Für mich ist es oft schier unglaublich, was unsere Freunde für uns tun. 
Nun wünsche ich euch allen auch ganz viele so tolle Freunde, wie wir sie haben.
Herzlichst Silvia
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Hallo Liebe Odyssita
Zuerst komm lass uns virtuell, und spirituell umarmen.!
Ja eigentlich wollte meine Geschichte nicht zu Vorscheinen bringen, ich war und bin perplex über eben dieses Verhalten der Menschen, und wegen dem wollte ich diese Diskussion anzetteln, um zu verstehen ob ich Ausserirdisch bin. Oder ob die Welt sich echt dreht nur um Geld und oder Status quo, um Egoismus. Oder purre Ignoranz. Aber wie schön, dass ich euch habe, und es immer an schöne schreiben und Erzählung von euch erhalte, dies gibt mir immer kraft.! Wünsch dir und deine Liebesten ein Schönen Sonntag.! Ich freue mich schon auf neues schreiben etc.
Lieber Gruss Francesco
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Liebe Silvia,
ich freue mich sehr, dass Ihr so ein gutes Netzwerk an Freunden habt.
Du hast mich nun auch ein bisschen nachdenklich gemacht. Je nachdem, wie man gesundheitlich angeschlagen ist, ist es schwerer, Freundschaften zu pflegen. Und wenn ich Deine Nachricht lese merke ich, dass ich vielleicht auch versuchen sollte, ein paar Dinge zu ändern. Wobei das teilweise nicht einfach ist, wenn die Gesundheit so wechselhaft ist - das erschwert vieles doch ziemlich.
Die kleinen Dinge, die Du erwähnst, um anderen zu helfen, kann ich nicht mehr leisten - ich schaffe es ja selber kaum mehr, meinen Haushalt zu führen. Das erschwert es auch, Freunde einzuladen - denn dann will man etwas zu essen anbieten können und nicht ganz so viel Unordnung haben. Gerade die Möglichkeiten, großzügig zu sein und anderen Gutes zu tun werden weniger, wenn man körperlich, zeitlich und finanziell eingeschränkt ist - für mich ist das mit das Schmerzhafteste.
Ich tue mich inzwischen auch schwer, mit Freunden etwas zu planen, weil meine Gesundheit so wechselhaft ist, dass ich oft kurzfristig absagen muss und ans Bett gebunden bin. Da fände ich es nicht fair, wenn meine Freunde sich wiederholt einen Termin freihalten und ich dann immer wieder kurzfristig absage (zumal es auch für mich nicht einfach ist, wenn ich dann Enttäuschung aus der Stimme der anderen heraushöre). Also bin ich inzwischen mehr darauf angewiesen, dass andere etwas in der Gruppe planen und ich mich der Gruppe anschliessen kann, wenn ich fit genug bin.
In Sachen Geburtstage habe ich mich schon vor einer Weile damit abgefunden, dass ich ein schlechtes Gedächtnis habe und mir daher nur sehr wenige Geburtstage merken kann. Das wäre ein Punkt, an dem sich vielleicht mit besserer Organisation etwas ändern liesse. Aber in der Hinsicht bin ich leider auch nicht so gut...
Insofern bin ich um so dankbarer für Freundschaften, bei denen es okay ist, wenn man sich sporadisch meldet. Ich denke, wenn ich einen Hilferuf losschicken würde, dann würden sich auch Freunde melden. Aber ich glaube, es müsste schon recht viel passieren, damit ich das tue. Irgendwie verinnerlicht man das auch, dass man das irgendwie selber schaffen will und andere nicht belasten will...
Manchmal frage ich mich auch, ob das auf dem Land anders ist als in der Stadt. Vor einer Weile habe ich einen Paraplegiker kennengelernt, der auf dem Land wohnt. In seinem Freundeskreis kennen sich die meisten von der Schulzeit her, sind zusammen aufgewachsen, treffen sich regelmäßig zum Stammtisch. Ich fand es toll, das zu sehen, und das hat eine gewisse Sehnsucht in mir geweckt.
Liebe Grüße,
odyssita
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Lieber Francesco,
nein, Du bist ganz sicher nicht außerirdisch. :)
Deswegen finde ich es auch so wichtig, sich untereinander austauschen zu können. So kann man Muster verstehen, Gemeinsamkeiten erkennen, zusammen nach Lösungen suchen. Und vor allem bei ganz vielem auch erleichtert erkennen:
Es ist nicht meine Schuld, und ich stehe nicht alleine damit da.
Ganz liebe Grüße,
odyssita
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Lieber Francesco, 
Dass du nicht ausserirdisch bist, weiss ich sehr genau, schliesslich haben wir uns kennengelernt und du bist ein ganz wunderbarer Mensch. Aber das Leben ist halt manchmal mehr als ein bisschen unfair. Freunde oder Familie hin oder her, du wirst auch dies wieder ins Lot bringen. Dein Lebensmut und Charme, wer kann da schon wiederstehen? Mal ist es so, mal anders. Ich denke wer dich mal kennengelernt hat, lässt dich ungern wieder los. Bleib wie du bist, wir lieben dich. Herzlichst, Silvia
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Liebe Odyssita
Eigentlich habe ich beim Staubsaugen gedacht, dass jemand dies dir als Gutes tut. Also, dass Freunde dich so unterstützen und du im Gegenzug, an ihre Geburtstage denkst etc. Mir ist völlig klar, dass dir solche Hilfestellungen unmöglich sind. Ich denke auch, dass keiner deiner Freunde sowas von dir erwartet. Aber diese berühmten Hilferufe, sind doch für Freunde sehr wichtig. Sie möchten etwas für dich tun, aber was? Freunde und Familie möchten teilhaben, möchten unterstützen, aber man muss sie auch lassen. Wenn wir immer nur stark sein wollen, ist dies ziemlich schwierig und zwar für beide Seiten. Wie oft habe ich erlebt, dass Freunde, Bekannte und Familie dankbar waren, als sie endlich etwas für uns tun durften/konnten. Als pragmatischer Mensch fallen mir immer Hunderttausentdinge ein, die ich gerne weitergeben würde. Sollte also jemand die Zeilen lesen, der nicht ausgelastet ist. Ich habe jederzeit Verwendung:)
Herzlichst, Silvia
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Lieber Francesco
Von Deiner Seite her spüre ich eine grosse Enttäuschung, aber auch Aerger und Unverständnis für das Verhalten von Dir nahestehenden Menschen. Moralischer Beistand, den Du dringend gebraucht hättest, wurde Dir verwehrt. Das ist sehr schmerzlich, und begreiflicherweise hat  Dich das tief verletzt.
Dass Odyssita und auch Tulipe sich so gut in Deine Situation haben einfühlen können, hat Dich (und auch mich) sehr gefreut. 
Von Herzen wünsche ich Dir immer wieder Begegnungen mit Menschen, die Dich einfach so annehmen, wie Du bist. Wünschen wir das nicht auch für uns alle?
Herzlich grüsst Dich
cucusita
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Liebe Odyssita
Es ist wunderbar, wie Du mit grosser Einfühlsamkeit auf den Hilferuf von Francesco reagiert hast. Du stehst offen zu Deinen eigenen schwierigen und schmerzlichen Erfahrungen. Dafür hast Du all meinen Respekt. Aehnliche Fragen beschäftigen mich auch. Es fällt mir immer noch schwer, um Hilfe zu bitten, da bin ich noch fest am Ueben. Ich darf ja nicht voraussetzen, dass man mir ansieht, wo Hilfe nötig ist. Die Frage, wieviel und wie oft soll ich im Freundeskreis von meinen gesundheitlichen Problemen und Einschränkungen berichten, ohne zu überfordern, kenne ich gut. Da habe ich für mich noch keine befriedigende Antwort gefunden. Zu Themen wie Wandern, Reisen, kulturelle Anlässe usw. kann ich nicht mehr viel beitragen, sodass ich manchmal Angst habe, als Gesprächspartnerin uninteressant zu werden.
Danke Dir, liebe Odyssita, für Deine ehrlichen und hilfreichen Worte.
Mit liebem Gruss
cucusita
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Hallo Liebesten 3.
Ja im Effekt, wie du sagst, wer mich kennt lässt mich nicht so einfach los, denn ich bin immer Offener typ und direkt, vor allem aber wenn man mir Frage stellt, kann ich nur offen und ehrlich antworten, Stichwort offen und ehrlich... Es ist manchmal zu viel, denn wenn ich meine Geschichte erzähle oder meine Vergangenheit und meist nur ein Bruchteil, dann nehmen doch die meisten schnell die Flucht.... Gut zugegeben, wenn ich selbst dran denke macht es mir Angst, geschweigen dann ein fremden oder jemand der eine Freundschaft in Betracht zieht... Aber eben das ist der Punkt was ich rausfinden wollte...
Am Ende dank der eure Hilfe und Diskussionen, und weitere Recherchen, habe ich verstanden im Leben kann ein Mensch eigentlich Höchsten 1 bis 2 wirkliche Freunde haben, stich Freunde heisst da zu sein kompromisslos im jeder schnitt das Leben im guten wie im Schlechten, und alles geben was sie in ihren eigenes machbar ist zu tun.. gar ein Organ spenden. Ich meine nicht der Aspekt finanziell... Und ja Bekanntschaft, aber durchaus kann man mehrere hundert haben.
Und am Ende muss ich gestehen, dass ich doch ein riesen Glück habe.! Denn ich habe und kann behaupten das eben ich nicht 1 nicht 2, sondern 3 Dieser besondere Freundschaft habe.! Die für mich alles würde geben und machen dies inklusive meines Schatzes.! Und dazu noch 5 gute bis sehr gute Freunde. Nun siehe da, muss doch ein Glück im Leben haben.
Darüber hinaus seid ihr auch da und die Community dies alles macht mir zum grössten Pechvogel aber der grösster Glücklicher Mensch der Erde.!
Ein ganz lieber Grus und Umarmung dir Silvia Felix und Bazooka.! Ich hoffe bis bald wieder.!
Francesco
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Hallo, leibe Odyssita,
Nun ich habe eine Antwort an Silvia hier gegeben, dies möchte auch für dich passend sein. Nicht das ich 2-mal das gleiche sinn schriebe,
Und ja wie du sagst, Kommunikation ist das A bis z vom Leben.! Austausch allerlei.!
Danke das es euch gibt.!
Lieber Gruss
Francesco
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Liebe Silvia,
haha, toll, dass Du so entpannt mit dem Thema umgehst. :)
Ist schon interessant, wieviel an gesellschaftlichen Erwartungen man doch verinnerlicht hat. Die Male, als mir jemand praktisch etwas im Haushalt geholfen hat, habe ich es nicht geschafft, währenddessen still zu sitzen und mich zu schonen, sondern ich habe dann selber versucht, etwas zu werkeln und mich dabei glorreich übernommen. Anderen beim Arbeiten zuzuschauen ist wirklich nicht einfach. Und man muss ja manchmal auch zuarbeiten, vorbereitende Arbeiten machen oder koordinieren - und selbst das fällt mir je nach aktueller gesundheitlicher Situation schwer.
Vielleicht muss ich mir da mal Gedanken machen, ob und wie ich dafür bessere Lösungen finden könnte. Dass es auch ein Kontaktangebot, eine Brücke sein kann, anderen die Möglichkeit aufzuzeigen, wie sie mir helfen können, habe ich bislang noch gar nicht so auf dem Schirm.
In Sachen Staubsaugen habe ich mir übrigens einen Stausaugerroboter geleistet - das ist eine riesige Hilfe!
Liebe Grüße,
odyssita
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Liebe cucusita,
danke für Deine lieben Worte. Ja, ich denke, wir machen da alle doch recht ähnliche Erfahrungen, und es tut gut, sich dazu auszutauschen.
Deine Worte "sodass ich manchmal Angst habe, als Gesprächspartnerin uninteressant zu werden" treffen es ziemlich gut; das ist auch das Gefühl, das ich in manchen Interaktionen hatte.
Zum Glück gibt es doch noch Themen und Interaktionen, bei denen sich wieder Gemeinsames herstellen lässt und die auch für mich zugänglich sind. Gemeinsam kochen, essen, eine Weinprobe, ein Film, ein Spieleabend, ein Sonnenaufgang... Diese Augenblicke, in denen man im Moment lebt und den Moment zusammen geniesst sind wichtig.
Liebe Grüße,
odyssita
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Lieber Francesco,
da schliesse ich mich an. :)
Liebe Grüße,
odyssita
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Liebe Odyssita
Unsere Wohnung hat auch schon bessere Zeiten gesehen bezüglich Ordnung und Putzerei. Manchmal muss ich beide Augen schliessen und mich fragen: Möchte ich, dass mein Freundeskreis nach meinem Ableben sagt, cucusita hatte immer toll aufgeräumt und ihre Wohnung war blitzblank! Oder möchte ich eher in Erinnerung bleiben, als eine Freundin, die  ein offenes Ohr hatte für Menschen in Not? Liebe Odyssita, Du hast schon vielen Menschen mit Deinen Beiträgen ein wunderbares Zeitgeschenk gemacht.
Sei herzlich gegrüsst von
cucusita
 
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Liebe cucusita,
das ist lieb, danke. :)
Für mich selber kann ich diese Prioritäten auch ganz gut setzen (zumal für mich das Tippen am Laptop gesundheitlich besser machbar ist als der Haushalt). Und zum Glück habe ich auch ein paar gute Freunde, bei denen ich die Hemmungen hinsichtlich Ordnung abgelegt habe. Bei anderen fällt es dagegen dann schon schwerer. Dabei bin ich eigentlich sonst niemand, der viel Wert darauf legt, den Anschein zu wahren, und finde es eigentlich gut, wenn man ehrlich sein und zu seinen Schwächen stehen kann. Hm. Das ist grade eine gute Anregung zum Nachdenken für mich, danke!
Liebe Grüße,
odyssita
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Hallo Liebe Cucusita
Ja, wie du sagst, habe nicht so schöne Erfahrung mit Menschen gehappt das im Prinzip denke ich meine so Offenheit, aber ich verstehe das die heute zustände in dieser Welt es auch so bringen, man hat angst, Angst etwas zu verlieren, was man eigentlich nicht besitzt, denn das Recht auf Leben hat und muss jeder Lebewesen diese Erde haben. Aber ja wie du erkannt hast, gibt es zu glück doch noch gute Menschen.
Ein herzlicher Gruss
Francesco
 
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Lieber Francesco
Mit Deinem Satz: "Man hat Angst, etwas zu verlieren, was man eigentlich gar nicht besitzt", hast Du mich tief beeindruckt. Wie recht Du doch hast.
Herzlich grüsst
cucusita 
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