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  1. Julia_old
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  3. Archiv Frag den Doktor
  4. Montag, 02. Dezember 2013
Was kann man tun um Blasenentzündungen zu vermeiden? Medikamente? Viel Tee trinken? Gibt es Getränke die man vermeiden sollte? Ich habe mal wo gelesen, dass Balsamico Essig auf Grund des hohen Säure Gehaltes ganz schlecht sein soll, stimmt das?
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Balsamico, das habe ich noch nie gehört. Da müssten ja die Italiener dauernd Blasenentzündungen haben;-) Ich würde sogar eher sagen, dass Balsamico gut ist gegen Blasenentzündung, da allenfalls der Ph-Wert des Urins ansteigt und die Bakterien das nicht gerne haben. Ich bin da aber am Spekulieren. Vielleicht kann ein Mediziner hier im Forum weiterhelfen?
  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 1
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  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 2
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  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 3
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gfhdfghdft
  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 4
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  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 5
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  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 6
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  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 7
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  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 8
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Hallo Julia!


 


Die sicherste und ungefährlichste Methode wiederkehrende Harnwegsinfekte zu vermeiden, ist genügend zu trinken, so 2,5 bis 3 Liter/Tag (Verdünnungseffekt Spüleffekt).


Ebenfalls wichtig ist, die Blase jeweils vollständig zu entleeren beim Wasserlösen, Katheterisieren oder Triggern der Blase (= kein Restharn).


 


Viele Patienten versuchen eine Harnwegsinfekt-Prophylaxe mit Cranberry-Saft (2x 200 ml/Tag). Die Wissenschaft ist sich über die Wirkung noch nicht einig. Es ist aber erwiesen, dass gewisse Stoffe im Cranberry Saft verhindern, dass sich die E.Coli Bakterien an der Blasenschleimhaut anhaften und so die Infekthäufigkeit vermindern.


 


Eine Ansäuerung des Harns verschlechtert die Lebensbedingungen der Bakterien in der Blase.


Einige Patienten behaupten das Problem mit Apfelessig (enthält Essigsäure) in den Griff zu bekommen (ist billiger als Balsamico). Der Arzt kann Medikamente verschreiben, die den pH des Harns senken (= der Harn wird sauer). Versuche mit Ascorbinsäure (Vitamin C) und Coca Cola (Phosphorsäure) ergaben keine verwertbaren Resultate.


_H, 5.12.2013
  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 9
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Danke Dr._Hans!
  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 10
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Ich habe gute Erfahrungen mit dem Medikament
Hiprex gemacht. Es wirkt ähnlich wie Cranberry-Saft. Haiprex wirkt nicht nur
gegen Coli-Bakterien sondern auch gegen die Bakterien Protheus und Pseudomonas.
Man muss aber den Urin gut ansäuern. Der pH-Wert des Urins sollte gegen 5.5
gehen. Im Google findet man zahlreiche Informationen zu Hiprex. Man kann auch
unter Haiprex suchen.
  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 11
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Ich habe gute Erfahrungen mit dem Medikament Hiprex gemacht. Es wirkt ähnlich wie Cranberry-Saft. Haiprex wirkt nicht nur gegen Coli-Bakterien sondern auch gegen die Bakterien Protheus und Pseudomonas. Man muss aber den Urin gut ansäuern. Der pH-Wert des Urins sollte gegen 5.5 gehen. Im Google findet man zahlreiche Informationen zu Hiprex. Man kann auch unter Haiprex suchen.
  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 12
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  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 13
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Probe
  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 14
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Ich
habe gute Erfahrungen mit dem Medikament Hiprex gemacht. Es wirkt ähnlich wie
Cranberry-Saft. Haiprex wirkt nicht nur gegen Coli-Bakterien sondern auch gegen
die Bakterien Protheus und Pseudomonas. Man muss aber den Urin gut ansäuern.
Der pH-Wert des Urins sollte gegen 5.5 gehen. Im Google findet man zahlreiche
Informationen zu Hiprex. Man kann auch unter Haiprex suchen.
  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 15
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Ich
habe gute Erfahrungen mit dem Medikament Hiprex gemacht. Es wirkt ähnlich wie
Cranberry-Saft. Haiprex wirkt nicht nur gegen Coli-Bakterien sondern auch gegen
die Bakterien Protheus und Pseudomonas. Man muss aber den Urin gut ansäuern.
Der pH-Wert des Urins sollte gegen 5.5 gehen. Im Google findet man zahlreiche
Informationen zu Hiprex. Man kann auch unter Haiprex suchen.
  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 16
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Lieber Tom45

Du hast recht, Hiprex (Methenamin = Methenamin hippurat) wirkt gut und die Patienten mit wiederholten Harnwegsinfekten sind zufrieden.
Die negativen Effekte sind jedoch nicht ausser Acht zu lassen:

Ein erster Nachteil ist, wie Du richtig sagt, dass es nur bei tiefem pH, also in saurem Urin funktioniert. Ein Infekt macht häufig ein basisches Milieu, was die Wirkung beeinträchtigt.
Bei pH

Der weit wichtigere Nachteil ist aber, dass Formaldehyd im Verdacht steht, krebserregend zu sein (Europa), in den USA ist es bereits als krebserregend eingestuft. Weil Querschnittgelähmte aufgrund der gestörten Blasenfunktion häufiger Anomalien der Blasenschleimhaut aufweisen, haben wir dieses Medikament wieder verlassen. In der Schweiz ist es nicht (mehr) zugelassen. Sicher ist es nicht zu empfehlen für prophylaktische Langzeitanwendungen.
Das Medikament kann zu einem Anstieg der Leberenzyme führen. Regelmässige Kontrollen sind während der Therapie notwendig. Kontraindikation besteht bei Leberinsuffizienz oder Niereninsuffizienz.
  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 17
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Guten Tag Dr. H


Ich nehme Hiprex seit ca. acht Jahren regelmässig ein.
Seither habe ich wegen Blasenentzündungen keine Antibiotika einnehmen müssen.
Wichtig ist, dass man täglich sehr viel trinkt ca. 3 l, wie Sie dies im ersten
Beitrag erwähnt haben. Um keine Illusionen zu wecken, möchte ich festhalten,
dass man mit Hiprex keine Garantie hat, dass der Urin ganz steril wird, dies
vor allem, wenn die Tetraplegie viele Jahre zurück liegt (bei mir sind es 50
Jahre).


Der Nachteil, dass sich bei der Einnahme von Hiprex
Formaldehyd (das als krebserregend eingestuft wurde) bildet, ist mir bekannt.
Ich stufe jedoch das Risiko kleiner ein, als den Nutzen. Formaldehyd soll bei
Personen Krebs verursacht haben, welche tagtäglich und über Jahre mit dieser
Substanz gearbeitet haben, bzw. Kontakt hatten (zum Beispiel: Herstellung von
Präparaten in Formaldehyd-Lösung). Ob ein anderer Nachteil bei der Einnahme von
Hiprex entsteht, kann durch entsprechende Kontrollen in Grenzen gehalten
werden. So gesehen stufe ich das Risiko als gering ein. Auch hier gilt, jeder
muss das Risiko selber einstufen und die Verantwortung tragen.
  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 18
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Ein Urologe empfahl mir das Mittel "Uro-Vaxom" (gewissermasseen eine "Impfung" mit Coli-Bakterien)Ein Betroffener schwört auf das Mittel "D-Mannose" (ein Zucker, der Coli-Bakterien binden soll).Was darf ich von den beiden Mitteln (natürlich nicht gleichzeitig eingesetzt) halten?
  1. vor über einem Monat
  2. Archiv Frag den Doktor
  3. # 1 19
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Liebe Susanne,
Ich versuche Dir die Vorteile und Nachteile der vorgeschlagenen Behandlungen zu zeigen. Beide Wege können zu Ziel führen, der Ansatz ist jedoch verschieden.
 
D-Mannose



 



D-Mannose ist ein Zucker (ein Monosacharid) der vom Körper sehr
schnell aufgenommen wird. Zu einem eher kleinen Teil wird er metabolisiert (verstoffwechselt) und der Rest wird
unverändert über den Harn ausgeschieden.



 



Auch die Zellwände der Zellen der Blasenschleimhaut enthalten
ähnliche Zuckermoleküle (oligomere des Mannose-Typus). Das Bakterium E.coli,
das sehr oft für Harnwegsinfekte verantwortlich ist, kann sich mit seinen
haarähnlichen Fimbrien an diese Zucker (Glykoproteine, Uroplakin 1A) binden und
sich an der Blasenwand anheften. Die Bakterien lösen so eine Blasenentzündung
aus.



 



Im Urin gelöste (vom Körper unverändert ausgeschiedene) D-Mannose kann die Bindungsstellen (=FimH-Protein)
an den Spitzen der Härchen  von E.coli besetzen,
bevor sich das Bakterium damit an die Schleimhaut anheften kann. Dadurch wird die
Bindung an die Schleimhaut und die daraus folgende Entzündungsreaktion mindestens
zum Teil verhindert.



 



Eine Studie von Kranjčec,
Papeš und Altrac, die diesen Frühling
im World Journal of Urology erschienen ist (http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00345-013-1091-6)
zeigt an drei Gruppen von je ca. 100 Patienten, dass die Gruppe, die eine
Prophylaxe gegen Harnwegsinfekte mit D-Mannose erhielten, eine etwa ähnliche Rezidivrate
aufwiesen wie diejenigen, die eine Prophylaxe mit Nitrofurantoin erhielten.
Diese beiden Gruppen hatten eine signifikant niedrigere Rezidivrate als die
dritte Gruppe, die gar keine Prophylaxe erhielt.



 



Unsere Praxis bestätigt, dass die Patienten mit dieser Art
von Prophylaxe sehr zufrieden sind. Leider bezahlen die Krankenkassen diese Behandlung
nicht, man muss die D-Mannose selbst berappen.



 



Die Anwendung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Prophylaxe
von Harnwegsinfekten mit E.coli und Klebsiellen. Ein akuter Harnwegsinfekt
sollte primär mit einem Antibiotikum behandelt werden, erst dann mit D-Mannose Prophylaxe einsetzen. Nebenwirkungen sind
selten.



Vorsicht ist bei Diabetikern geboten, wenn man zusätzlich Zucker
einnimmt, muss der Blutzuckerspiegel engmaschig kontrolliert werden.



 



Gegenwärtig wird an verschiedenen Orten an sogenannten
FimH-Antagonisten geforscht, Substanzen, die eine noch viel höhere Affinität
zum FimH-Rezeptor aufweisen und deshalb wirksamer sein werden als D-Mannose.
Ein Artikel zu diesem Thema erschien 2013 im Schweizerischen Medizin-Forum: http://www.medicalforum.ch/docs/smf/2013/50/fr/fms-01750.pdf
. Dort findet sich auch eine Abbildung, wie man sich die Wirkung dieser
Substanzen (inkl. D-Mannose) vorstellen kann.



Es wäre zu hoffen, dass damit eine neue Stoffgruppe zur
Prophylaxe von Harnwegsinfekten entwickelt werden könnte, die keine Resistenzen
verursachen.



 



 



Uro-Vaxom



 



Einen anderen Weg der Prophylaxe von Harnwegsinfekten geht
Uro-Vaxom. Das Lyophilisat (gefriergetrocknete Bruchstücke von E.coli-Bakterien)
welches in Kapseln eingenommen wird, stimuliert das Immunsystems, insbesondere
die T-Lymphozyten sowie die Produktion von endogenem Interferon und Immunglobulinen
im Urin (IgA). Diese Vorgänge sind mit einer Impfung gegen Harnwegsinfekte zu
vergleichen. Es empfiehlt sich, vor einer Behandlung eine Urinkultur
vorzunehmen, um sicher zu sein, dass es sich beim Erreger wirklich um E.coli handelt.
Sonst nützt der ganze Aufwand nichts.



 



Eine Behandlung dauert 3 Monate (je 1 Kps/d). Nebenwirkungen
können Kopfschmerzen und gastrointestinale Beschwerden (Krämpfe, Durchfall etc.)
sein.



Die Wirkung der "Impfung" ist nicht dauernd anhaltend. In der Praxis wird
die 3-Monate-Kur alle Jahre wiederholt.



Falls es sich um einen Blaseninfekt mit Klebsiellen handelt,
kann man mit Broncho-Vaxom den gleichen Effekt erzielen.



 



Allgemein



 



Die nach wie vor beste und nebenwirkungsärmste Prophylaxe
von Harnwegsinfekten ist eine genügende Flüssigkeitszufuhr (2,5-3 Liter bei 70
kg Körpergewicht).



 



Dr._Hans 11. 6. 2014
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