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  3. Mittwoch, 12. Februar 2020

Hallo liebe Doktor Anks 

Ich hoffe es geht Ihnen gut, und dass sie trotz der vielen Arbeit ein wenig Entspannung finden.

Ich habe eine wichtige Frage:

Haben Sie Erfahrung mit Sirdalud auf Langzeit-Therapie? Können Sie mir eher positiv oder eher negativ darüber berichten? Da ich Lioresal/Baclofen nicht nehmen kann bzw. die Einnahme unterbrochen wurde, weil ich sie mein Barret-Ösophagus-Syndrom zu sehr gereizt hat, würde mir mein Neurologe empfehlen, dieses Medikament Sirdalud zu nehmen. Am Anfang 4 mg 1 x am Abend, dann wird es stufenweise auf 6 mg erhöht bzw. versucht, max. 12 mg zu erreichen.

Ich würde mich freuen, ein Feedback von ihnen dazu zu erhalten, ob so ein Medikament auf Langzeit eher schaden könnte oder eher nicht...? 

Herzlichen Dank im Voraus!

Liebe Grüsse Francesco

ANKS
Dr. Online
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Lieber Franceso

herzlichen Dank für Deine Frage.

Sirdalud ist tatsächlich ein gutes und etabliertes Medikament gegen Spastik, welches vor allem bei Menschen mit zentral bedingter Spastik eingesetzt wird. Manche Patienten mit spinaler Spastik nehmen es auch über Jahre und kommen sehr gut damit zurecht.

Grundsätzlich kann es vor allem am Anfang zu Müdigkeit führen, die dann im Verlauf durchaus wieder weniger werden kann. Deswegen lohnt es sich sicher auch, die Dosierung langsam zu steigern. Manche Patienten vertragen Sirdalud nicht so gut, werden unruhig und manchmal kann es zu Veränderungen der Leberwerte führen. All diese Nebenwirkungen gehen wieder zurück, sobald man das Medikament absetzt.

Insofern hört es sich doch sehr sinnvoll für Dich an und Du könntest es nehmen und so wie sonst auch, gut beobachten, welche Wirkungen es hat.

Ich wünsche Dir alles Gute und bin gespannt auf Deine Erfahrungen.

Herzliche Grüsse ANKS

  1. vor über einem Monat
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Hallo liebe Doktor Anks! 

Ganz ganz herzlichen Dank für Ihre super Antwort.

Nun der aktuelle Stand: Ich habe am zweiten Tag der neuen Medikamenteinahme (Sirdalud) 4 mg am Abend plötzlich starken Reflux in der Speiseröhre bekommen, und tags drauf ein Unwohlsein im Bauchbereich und ein ständiges Sättigungsgefühl.

Also wollte ich gleich am dritten Tag dies mit meinem Facharzt besprechen, aber er ist erst in einem Monat zurück. Dann rufe ich meine andere Fachärztin für Gastro an, bei der ich unter anderem wegen meinem Barret-Ösophagus-Syndrom und wegen schwerer Pankreasinsuffizienz in Behandlung bin... aber leider ist sie auch erst in einem Monat wieder da.

Aber oh Schreck oh Gott, jetzt bin ich beunruhigt, denn ich habe penibel die Packungsbeilage von meinem anderen Medikament Panprax gelesen, und dabei kam folgendes raus: 

Ich nehme seit Jahren Pantoprazol 40 mg. Dann wurde dies 2018 aber abgesetzt, denn es schien, dass die Therapie super erfolgreich war... In demselben Jahr fing ich ja auch an, Lioresal/Baclofen 70 mg täglich zu nehmen... aber dann Anfang 2019 die katastrophale Nachkontrolle und die Ergebnisse, dass mein Pankreas kaum mehr funktioniert (dies ist aber jetzt im Griff, es lag an der falschen Einnahme der Medis)... Wichtig, das Barret-Ösophagus war wieder sehr stark entzündet und man hatte sogar Dysplasie befüchtet (zum Glück war es das nicht). Also erhielt ich sofort das neue Medikament Panprax 40 mg 1 x täglich am Morgen (ist aus der Familie Pantoprazol), seitdem muss ich es immer nehmen... aber man dachte, dass diese Entzündung eben durch das Baclofen/Lioresal verursacht wurde, darum musste ich es absetzen.

Nun gestern beim Durchlesen von der Packungsbeilage des Panprax standen da beunruhigende Sachen, z. B. wenn man als Langzeittherapie dieses Medikament einnimmt, sind folgende Nebenwirkungen bekannt:

  • Schluckbeschwerden (diese habe ich, und ich dachte, dass es von der Skoliose am Hals kam, wie auch die Ärzte sagten) 
  • Sehstörung (dies habe ich, wenn auch in leichter Form, öfters brennen die Augen)
  • Unwillkürliche Muskelspannung und Krämpfe (ist doch auch ein Teil der Problematik, wegen dem man Sirdalud nehmen soll, oder?) 

Also jetzt bin ich total verunsichert, und zwar ich muss dieses Panprax nehmen, denn es ist sehr sehr wichtig wegen meinem Barett-Ösophagus-Syndrom, aber kommen jetzt meine Spastiken von der Nervenverletzung am Rücken und der Hirnläsion oder werden sie von diesen Panprax verursacht? Mein Neurologe und gleichzeitig Hausarzt sagte zu mir, diese Muskelspannung und meine Spastiken wie auch meine unwillkürlichen Oberarm-Zuckungen etc. etc. kommen zum Teil von meiner Hirnläsion und der Nervenläsion am Rücken.. 

Was meinen Sie Doktor Anks, von Ihrem Fachwissen her? 

Ich danke Ihnen herzlich für jede Bemühung und Antwort.

Liebe Grüsse Francesco 

  1. vor über einem Monat
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  3. # 1 2
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Hallo Liebe Doktor Anks und liebe Community-Mitglieder

Ich habe zur Ergänzung wichtige Neuigkeiten und Hinweise zu Sirdalud und Panprax: 

Zum einem die oben (in meinem letzten Beitrag) erwähnte Nebenwirkung bei Panprax haben wir gestern mit meinem Neurologen/Hausarzt besprochen, und er versichert mir, dass es bei mir nicht der Fall ist, denn die spastischen und Muskelkrämpfe und Zuckungen sind rein durch meine Nervenläsion am Rücken und die zusätzliche Hirnläsion verursacht, also hat das bei mir mit dem Panprax nichts zu tun.

Dann die wichtige Erkenntnis, dass Sirdalud 2 mg und 4 mg Tabletten sind und Laktose enthalten. Jemand der eine schwere Laktoseintoleranz hat, vor allem von Geburt wie bei mir, sollte 2 mg und 4 mg eher nicht nehmen. 

Aber es existiert Sirdalud 6 mg als Kapsel, da hat es keinerlei Laktose (haben es von der Firma Novartis bestätigt bekommen).

Und seit gestern nehme ich nun das Sirdalud als 6 mg Kapsel... werde dann zu einer späteren Zeit Ihnen/Euch berichten, ob dies auch gut gewirkt hat...

Liebe Grüsse Euch allen, Francesco 

  1. vor über einem Monat
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