Vor zwei Jahren erzählte unser Community-Mitglied Silvia von ihrer Reise mit ihrem Mann durch Venedig. Sie berichtete, dass die Stadt im Rollstuhl zugänglicher war, als man es erwarten würde. Sie fand sogar Stadtpläne mit rollstuhlgerechten Routen, die sie in ihrem Beitrag teilte.

Andererseits gibt es immer noch viele Teile der Stadt, die nicht zugänglich oder nur schwer zu erreichen sind. Diesem Bericht von CNN zufolge bezeichnete der britische Bildhauer Tony Heaton, der sich oft arbeitshalber in der Stadt aufhält, die derzeitige Situation als «access nightmare», also als Alptraum im Hinblick auf Barrierefreiheit.

Um die Zugänglichkeit der Stadt zu verbessern, hat Venedig einen 900'000 Euro teuren Plan für den Bau von sechs Rampen an stark frequentierten Stellen der Stadt angekündigt. Vier davon befinden sich auf dem Weg vom Piazzale Roma – dem Tor zum italienischen Festland – zum berühmten Markusplatz. Die Rampen würden Venedig zum ersten Mal in seiner Geschichte für Rollstuhlfahrer zugänglich machen.

Zusätzlich zu den neuen Rampen werden im Rahmen des Projekts die provisorischen Rampen, die für den jährlichen Marathon errichtet werden, durch dauerhafte Rampen ersetzt. Diese bestehen aus hochwertigeren Materialien und gewährleisten bessere Zugänglichkeit, besseres Aussehen und weniger Lärm. Nach Bestätigung der Bauausschreibung sollen die Rampen laut Plan innerhalb von Monaten fertiggestellt werden.

Venedig ist eine Stadt mit strengen Regeln für die Veränderung ihres kulturellen Erbes. Wenn sie es schafft, barrierefrei zu werden, wird sie der Welt eine wichtige Botschaft vermitteln: Es gibt keine Ausreden mehr, um Orte nicht zugänglich zu machen!

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare vorhanden.
Sei der Erste, der dies kommentiert!

Beitrag bewerten