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Wie leben Menschen mit Querschnittlähmung weltweit?

Die neuesten Daten der zweiten InSCI-Studie (International Spinal Cord Injury Survey) bieten Einblick in die Lebenssituation von Menschen mit Querschnittlähmung in der Schweiz und weltweit. Zwischen 2022 und 2024 gaben über 15.000 Personen aus 31 Ländern Auskunft.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • Ursachen von Querschnittlähmungen weltweit: An der Spitze liegen Verkehrsunfälle (35 %), Stürze aus über einem Meter Höhe (18 %) und Arbeitsunfälle (14 %). Es bestehen aber grosse Unterschiede zwischen den Ländern.
  • Häufigste Gesundheitsprobleme von Menschen mit Querschnittlähmung sind Schmerzen (82 %), depressive Symptome (79 %), Spastik (76 %) und Darmprobleme (71 %).
  • Gesundheitsprobleme im Verlauf: Ein Anstieg der Gesundheitsprobleme über die Jahre zeigte sich nur bei traumatischen, aber nicht bei krankheitsbedingten Querschnittlähmungen.
  • Nutzung von Gesundheitsdiensten: Am häufigsten werden Hausärzt*innen konsultiert (59 %), gefolgt von stationären Angeboten (49 %) und Physiotherapie (44 %).
  • Grosse Unterschiede im Versorgungszugang: Ungedeckte Bedürfnisse reichen von rund 8 % in der Schweiz bis etwa 60 % in Iran und Marokko.
  • Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme: Die Schweiz liegt im internationalen Vergleich auf Rang fünf. Besser sind nur Norwegen, Andorra, die Niederlande und Spanien.
  • Tiefe Arbeitsquoten: Weltweit sind im Schnitt rund ein Drittel der Menschen mit Querschnittlähmung erwerbstätig. Länder mit hohen Einkommen haben deutlich höhere Werte. Die Schweiz ist mit 60 % weltweiter Spitzenreiter.

Mehr zur InSCI-Studie erfahrt ihr in der Sommerausgabe 2026 des Magazins Paracontact.

teilnehmerländer insci studie

Teilnehmende Länder an der InSCI-Studie (in blau).

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