Es gibt die, die sich ans Ende der Silvester-Nacht nicht mehr erinnern. Sie haben ihr Erinnerungsvermögen in den rauschenden Party-Wogen förmlich ertränkt. Sie erinnern sich nur, dass sie sich nicht erinnern. Alleweil bleibt es aber ein denkwürdiger Abend.

Sodann gibt es die, die sich gerne daran erinnern, wie sie früher gefeiert haben, an herrlichen Festen mit all ihren Freunden und Freundinnen. Verblasst ist, ob sie im Vorjahr im Rössli oder im Hirschen geprostet haben. Klar vor Augen haben sie aber, wie's vor 50 Jahren war. Immer schärfer wird auch das Bild vom Abend, an dessen Ende sie sich noch nie erinnert haben.

Was früher war, das kommt uns immer näher, je älter wir werden. Das, was uns bewegt hat, was uns verändert hat, was Neues gebracht hat – daran erinnern wir uns gerne, das wissen wir ganz genau. Es bewegt uns noch heute. Das hat uns geprägt, aus uns gemacht, was wir sind. Alles andere ist eigentlich Wurscht, zum Vergessen.

Trotzdem: Ich wünsche euch allen ein gutes neues Kalenderjahr!

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare vorhanden.
Sei der Erste, der dies kommentiert!

Beitrag bewerten