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Behindertengerechte Badezimmer

Liebe Querschnittler!

Sind wir nicht mehr, was wir mal waren? Das frage ich euch, und ich möchte wissen: Habt auch ihr euch das schon überlegt?

Anlass dazu gibt mir die Architektur in den behindertengerechten Badezimmern dieser Welt – also in Hotels, Bahnhöfen und Flughäfen, aber auch Kreuzfahrtschiffen.

Im Laufe der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts entwickelte sich in diesen Badezimmern alles so, wie wir es gerne haben: Platz für uns und unseren Rollstuhl neben der Toilette, auf der anderen Seite eine Stütze, und zwar dort, wo die Hand unseres ausgestreckten Arms sie sucht, um auf die Schüssel rüber zu schwingen.

Seit 10, 15 Jahren ist das vielerorts nicht mehr so. Häufig ist die Stütze dort, wo wir uns mit dem Rollstuhl hinstellen müssen, eine andere gibt es nicht, oder es sind senkrecht angebrachte Griffe an der Hinterwand, an der das Clo angeschraubt ist.

Es kommt sogar vor, dass die Stützen fest montiert und nicht hoch klappbar sind. Wie in einem Käfig ist die WC-Schüssel links und rechts von Metallrohren umgeben und für einen Rollstuhlfahrer unzugänglich.

Für Sitzende sind die Stützen auch immer zu hoch. Ebenso die Waschbecken, an denen wir gerne die Zähne putzen. Meistens gilt das auch für die Armaturen und Stützen in den Duschen.

Wem nützt das alles? Unseren allerliebsten Mitmenschen, den gehbehinderten Senioren, dem Hemiplegiker, dem Parkinsonler, dem Kollegen mit Multipler Sklerose, der noch etwas gehen kann. Sie alle ziehen sich an diesen Griffen, die für uns – scheinbar - irgendwo hingekorkst sind, hoch. Ein Hoch auf all diese Mitmenschen! Auch sie tragen eine Last.

Wie aber ziehen wir uns hoch? Gar nicht, denn wir sitzen ja! Im übertragenen Sinne möchten wir uns aber sehr wohl hochziehen.

So wechselten wir unlängst in Spanien in eine nicht behindertengerechte Suite. Die Toilette stand zwischen einer ausladenden Fensternische und dem oberen Ende der Badewanne. Ich stellte mich in die Nische, die Kante der Badewanne diente mir als Stütze.

Genau so begannen wir unsere Reisetätigkeit im Jahre 1978, als es noch keine behindertengerechten Hotelzimmer gab…

…Frankreich war zu jener Zeit praktisch unzugänglich, denn von dort kommt das vornehme - ein abgetrenntes Räumchen innerhalb des Badezimmers, zugänglich durch eine 50 bis 60 Zentimeter breite Türe. Es bleibt uns versperrt. Das gibt es nichts mehr zu improvisieren.

Ich wünsche trotz allem schöne Ferien!

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