• Die Online-Community für Menschen mit Querschnittlähmung, ihre Angehörigen und Freunde

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Das Leben neu erlernen!

  • Nesti

Mit diesen Bildungsangeboten machen sich Querschnittgelähmte selbstständiger

Das Leben mit einer Querschnittlähmung ist in vielerlei Hinsicht ein «neues» Leben. Jeder Patient sollte am Ende seiner Erstrehabilitation über die Kompetenzen verfügen, die ihm grösstmögliche Selbstständigkeit ermöglichen. Das Ziel der Pflegenden, der Ärzte, der Physio- und Ergotherapeuten sollte es deshalb sein, dass der Patient beim Klinikaustritt ein Experte für seine Diagnose ist. Dieses Wissen gibt dem Betroffenen Sicherheit und Selbstvertrauen – ohne das Wissen ist er den nur scheinbar Wissenden ausserhalb der spezialisierten Klinik ausgeliefert.

Hier komme ich ins Spiel: Als Verantwortlicher der fachlichen Bildung am Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) in Nottwil bin ich für die Aus- und Weiterbildung des Gesundheitspersonals zuständig. Gut gebildetes Personal soll schliesslich in der Lage sein, Menschen mit einer frischen Querschnittlähmung sowie deren Angehörige zu beraten und zu schulen.

Was passiert, wenn das Pflegepersonal noch nicht gut geschult ist, zeigt dieser schöne Ausschnitt aus dem Film «Ziemlich beste Freunde» von 2011 😉

Kennt Ihr auch Personen – so wie den jungen Mann im Film –, die Menschen mit Querschnittlähmung pflegen, aber noch keine «Profis» sind? Dann findet ihr Bildungsangebote am SPZ Nottwil unter www.paracademy.ch.

Doch wir schulen nicht nur Pflegepersonal, sondern auch die Betroffenen direkt. Therese Kämpfer ist seit vielen Jahren Leiterin der Patientenbildung im SPZ Nottwil. Als selbst Betroffene kennt sie die Sorgen und Bedürfnisse von querschnittgelähmten Patienten nur zu gut. In dieser kritischen Phase der Lebensveränderung sind sie und ihre Peer Counsellors eine wichtige Stütze für unsere Patienten. Im folgenden Interview gibt sie Einblicke in das „Para Know-How“-Weiterbildungsprogramm, welches Betroffenen inner- wie ausserhalb des SPZ offensteht.

Hier geht es zum aktuellen Bildungsangebot 2019 von Para Know-How: https://backend.paraplegie.ch/sites/default/files/2019-01/para_know-how_kurse_2019.pdf 

Und hier geht es direkt zu den Kursanmeldungen: https://www.paraplegie.ch/spz/de/para-know-how-kurse

Am Ende der Erstrehabilitation ein Experte zu sein – wahrlich ein hohes Ziel! Denn es gibt viele Betroffene, die auch nach der Reha mit ihrem «neuen Leben» verständlicherweise noch überfordert sind. In dem Zusammenhang hat mir dieser Community-Beitrag von odyssita zum Thema Resilienz sehr gefallen. Sie beschrieb eindrücklich, wie sie dazugelernt hat und was ihr geholfen hat, mit der Behinderung umzugehen. In diesem Sinne empfehlen auch wir lebenslanges Lernen und Austausch mit anderen Betroffenen.

Nun seid Ihr dran! Wir möchten unser Weiterbildungsangebot bestmöglich auf die Bedürfnisse von Betroffenen zuschneiden. Ich bitte Euch daher um Eure Meinung:

Was haltet Ihr von den Para Know-How-Kursen für Betroffene? Welche würden Euch interessieren, welche fehlen Euch?

Kommentare (11)

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Lieber Nesti
herzlichen Dank für diesen Artikel. Ich habe ihn mit Interesse gelesen 
und habe natürlich auch die Angebote angesehen. Nur für mich, die ich in der Westschweiz wohne ist Notwil einfach am Ende der Welt. Vorallem  wenn die Kurse...
Lieber Nesti
herzlichen Dank für diesen Artikel. Ich habe ihn mit Interesse gelesen 
und habe natürlich auch die Angebote angesehen. Nur für mich, die ich in der Westschweiz wohne ist Notwil einfach am Ende der Welt. Vorallem  wenn die Kurse zwischen 19. 00 Uhr und 22 Uhr stattfinden ist dies ein Ding der Unmöglichkeit. Ich persönlich muss zwischen der Arbeit, den Kindern und den Bedürfnissen meines Mannes jonglieren... gerne hätte ich mal an einem Kurs für Angehörige teilgenommen. Doch dies liegt zeittechnisch überhaupt nicht drin. Ist es nicht möglich solche Kurse auch dezentral zu organisieren (ostschweiz, Innerschweizer, Westschweiz)? Ausserdem fehlt mir das Angebot für französischsprachige ... arbeitet ihr mit der SuVa zusammen?da habe ich nich nie was gesehen. Was ja nicht viel heisst... es gibt ja auch welsche Patienten, welche bei euch aufgenommen werden.
das sind fürs erste meine Gedanken dazu.
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Lieber Nesti 
herzlichen Danke für diesen Beitrag und Videos ! 
Nun ich habe mir den Programm durchgelesen und finde eigentlich alles super und auch sehr viel hilfreich, aber ich schliesse mich zum Teil auch Mondschrein denn ich auch wohne in...
Lieber Nesti 
herzlichen Danke für diesen Beitrag und Videos ! 
Nun ich habe mir den Programm durchgelesen und finde eigentlich alles super und auch sehr viel hilfreich, aber ich schliesse mich zum Teil auch Mondschrein denn ich auch wohne in der West Schweiz, und jedes Mal wenn ich auf notwil komme dan bedarf es an guter Planung für mich, weil Beispiel mit den viele Medikamenten die ich nehme vor allem nach dem Mittagessen muss ich mindestens 2 bis 3 Studen schlafen ohne dies sind meine motorischen Fähigkeiten  sehr eingecheckt... sprich manchmal kann ich es unterlassen nicht schlafen zu gehen aber dann meisten nehme ich mich ein Hotelzimmer weil die Strecke zum heimfahren eine grosse Herausforderung wird... aber dann ist der Aspekt Stichwort Hotelzimmer, leider für mich als IV Rentner ist mein bujet sehr eingeschränkt und bedarf immer auf genaue Ausgaben Überprüfung... 
nun zu Teams die im Angebot sind, ein paar würde ich gerne dabei sein, 
bei Team Darm 
bei Tema Spastik hätte ich gerne gekommen, aber sobald ich gelesen habe wer der Arzt dieses Team einspricht, da kam mir die Wut aus mir, und somit werde auf gar keinen Fall kommen Zündkerzen Team .
bei Team einmal Katheter würde ich auch gerne kommen 
bei Team Psychologie auch 
und auch bei Team Blase was gut Tun. 
Bei tema reisen reizt mich auch 
nun werde ich Verlauf der Woche Scheune genau die Termine und versuchen es zu planen...  
nun zum Feedback, es wäre gut wenn eben wenn man machmal eine paar wichtigen Teams zusammen stellt Beispiel für ein ganzer Tag mit Unterbrechungen mit Pausen und mittags natürlich, und wieso nicht auch in 2 Tages tagt, aber das man eben Leute die wie ich aus der Westschweiz oder eben weit von Notwil wohnen das man eine Einrichtung zum schlafen bieten kann aber das die Preise eben nicht gerade abwehren sind. Was meist du oder ihr ? 
Natürlich wäre ein tema wie Integration zu Arbeit Welt oder eben wie eine Börse zwischen Unternehmens und querschnittsgelähmt zu erstellen oder thematisieren, dös wäre noch super. Und auch noch Grundrecht was darf die IV oder Suva ablehnen oder eben nicht in Sachen Hilfsmitteln Umbauten etc.. 
Hofffe konnte mich verständlich deuten, im Fall von Missverständnissen bitte kein Zwang mich an zu schreiben... 
Ganz lieber Gruss euch alle 
Francesco 
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Lieber Nesti,
vielen Dank für diesen interessanten Artikel und fürs Nachfragen! Es ist toll, wenn ein Austausch entsteht.
Ich bin heute leider nicht so fit; daher kann ich meine Ideen heute nicht so gut formulieren (werde das aber in den...
Lieber Nesti,
vielen Dank für diesen interessanten Artikel und fürs Nachfragen! Es ist toll, wenn ein Austausch entsteht.
Ich bin heute leider nicht so fit; daher kann ich meine Ideen heute nicht so gut formulieren (werde das aber in den nächsten Tagen nachholen; ich habe mir ein paar Gedanken gemacht). Nur kurz eine Idee vorweg:
Für meine Grunderkrankung gibt es inzwischen öfters Webinars und ins Internet eingestellte Vortragsvideos zu verschiedenen Themen. Das ist für mich sehr, sehr hilfreich, weil ich bei Veranstaltungen auswärts auch nicht teilnehmen könnte. Die Webinars werden hinterher auch ins Internet eingestellt. Bei den Webinars kann man auch Fragen stellen, die im Verlauf des Webinars beantwortet werden. Vielleicht wäre ja auch so etwas eine Idee?
Viele Grüße und danke für die tolle Arbeit,
odyssita
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Lieber Nesti 
Noch zu ergänzen, der Link zu Anmeldung für die Kurse funktioniert nicht ( Beziehungsweise man gelang auf externe Seite aber steht Ops diese Seite existiert nicht... ) 
Lieber Grus euch alle 
Francesco 
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Liebe Francesca

Vielen Dank für den Hinweis.

Werde dies so schnell wie möglich anpassen. Es ist ein Minuszeichen in der Linkadresse zu wenig.

Hier schon mal der korrekte Link: https://www.paraplegie.ch/spz/de/para-know-how-kurse

Lieben...
Liebe Francesca

Vielen Dank für den Hinweis.

Werde dies so schnell wie möglich anpassen. Es ist ein Minuszeichen in der Linkadresse zu wenig.

Hier schon mal der korrekte Link: https://www.paraplegie.ch/spz/de/para-know-how-kurse

Lieben Gruss Reto
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Lieber Nesti,
so, heute bin ich etwas fitter.
Erst einmal will ich mich bedanken für die tolle Arbeit, die das SPZ macht! Es ist eine echte Erleichterung, dass es eine solche Anlaufstelle gibt. Ganz besonders dankbar bin ich für dieses Forum,...
Lieber Nesti,
so, heute bin ich etwas fitter.
Erst einmal will ich mich bedanken für die tolle Arbeit, die das SPZ macht! Es ist eine echte Erleichterung, dass es eine solche Anlaufstelle gibt. Ganz besonders dankbar bin ich für dieses Forum, das es auch von weiter weg erlaubt, am Austausch und am gemeinsamen Lernen teilzuhaben.
Ich selber würde es nicht zu den Kursen nach Nottwil schaffen (ich wohne zu weit weg, außerhalb der Schweiz) und ich war auch nie in einer spezialisierten Rehabilitation, da bei mir das Rückenmark zwar hoch, aber nur mild betroffen ist und ich noch Fußgängerin bin (auch wenn es zunehmend mühsam wird). Insofern hat mich der Teilsatz "den nur scheinbar Wissenden ausserhalb der spezialisierten Klinik ausgeliefert" ziemlich berührt - denn das ist mein Alltag. Ich schaue sehnsüchtig auf das Wissen in den Paraplegikerzentren und bin dankbar, wenn ich daran teilhaben darf.
Jetzt aber erst einmal zu den angesprochenen Themen:
Ich finde Peer-Conselling-Programme super, ebenso wie dieses Forum hier. Es tut gut, sich austauschen zu können, sich verstanden zu fühlen, voneinander zu lernen, und das ohne den Zeitdruck, der oft im Gesundheitssystem herrscht (und eben auch ganz unkompliziert von zu Hause aus).
Auch dass es das Fortbildungsprogramm für die Pflege gibt, ist klasse. Erst vor kurzem habe ich mich gefragt, inwiefern die Paraplegiologie eigentlich auch ihr Wissen an Ärzte außerhalb der Paraplegiologie weitergibt - z.B. mit Vorträgen auf großen Neurologenkongressen. Ich habe vor ein oder zwei Jahren mal das Programm eines Neurologenkongresses durchgelesen, und unter den vielen hundert Vorträgen gab es vielleicht fünf, die sich mit dem Rückenmark beschäftigt haben. Ich habe immer wieder den Eindruck, dass eine große Diskrepanz herrscht zwischen dem Wissen der Paraplegiologie und Rückenmarksforschung einerseits und dem Wissen von Ärzten außerhalb dieser "Wissensblase" andererseits. Für Patienten wie mich, die in Folge einer noch nicht gut erforschten Erkrankung Symptome vom Rückenmark ausgehend entwickeln, macht es das sehr schwierig, weil schon allein die Diagnose oft lange nicht gestellt wird.
Aus meiner eigenen Erfahrung heraus würde ich sagen: Ja, es ist wichtig und absolut notwendig, "Experte in eigener Sache" zu werden, und ich bin sehr dankbar für alle Angebote, die das ermöglichen. Ganz besonders bin ich dankbar, wenn bei diesen Angeboten auch Betroffene mit krankheitsbedingter inkompletter Rückenmarksverletzung willkommen sind - denn die Lernmöglichkeiten einer spezialisierten Langzeitrehabilitation sind für sie oft nicht zugänglich.
Ärztliche Ansprechpartner zu haben, die Wissen zum Thema haben, wäre aber auch sehr wichtig. In meinem Fall ist es so, dass ich selber immer mehr lerne und inzwischen weiss, welche spezialisierten Hilfemöglichkeiten es noch gibt und dass ich vermutlich sehr davon profitieren könnte - aber dass meine Ärzte vor Ort das entsprechende Wissen nicht haben, nicht wissen, wie die Zugänge wären, und dadurch auch die Notwendigkeit nicht so sehen. Das kann manchmal ganz schön frustrierend sein - zumal nicht jeder Arzt offen dafür ist, dass Patienten gut zu ihrer Erkrankung informiert sind. Mein großer Wunsch wäre, dass das Wissen zu Rückenmarksverletzungen mehr bei den Ärzten ankommt - vielleicht durch Vorträge auf allgemeinen Ärztekongressen, durch Beiträge in Ärztezeitschriften, durch Fortbildungsangebote für Ärzte verschiedener Disziplinen, durch Online-Toolkits für Neurologen, Hausärzte, Orthopäden, Physiotherapeuten, Orthopädietechniker, in denen sie sich zum Thema fortbilden können. Klar, das ist ein anderes Thema - aber mir liegt das sehr am Herzen, daher nutze ich die Chance, es hier aufzugreifen.
Jetzt aber zum Programm:
Ich finde die Themen sehr interessant und spannend. Mich persönlich würden dabei vor allem folgende Themen interessieren:
  • Regulierung der Körpertemperatur
  • Spastizität und Spastik
  • Reisen und Urlaub (allerdings ohne Rollstuhl - aber Teilthemen betreffen mich auch)
  • Patientenverfügung
Auch, dass es Gruppen gibt, um sich auszutauschen und Feedback zu geben, finde ich klasse, ebenso wie die Angebote für Angehörige.
Francescos Vorschlag zum Thema Rechte finde ich auch super, auch das Thema Arbeitswelt/Arbeitsbörse (auch wenn mich das nicht betrifft).
Ich habe mal noch ein bisschen Brainstorming gemacht und bin dabei noch auf folgende Ideen gekommen:
  • Schmerzen und Fatigue - Ursachen, Ansatzpunkte
  • Pacing: Wie erkenne ich die Grenzen meiner Belastbarkeit (beim Training, im Alltag, körperlich, kognitiv, emotional), wie teile ich mir meinen Tag ein, Pausenmanagement etc.
  • Einführung ins wissenschaftliche Denken, Publikationen finden und interpretieren lernen, an Studien teilnehmen, Möglichkeiten der Vernetzung und Weiterbildung
  • Update zu Entwicklungen in der Forschung
  • Dysautonomie generell - mögliche Symptome, mögliche Mechanismen, Management, Vorkommen bei anderen Erkrankungen, Diagnostik, Notfallsituationen erkennen und handeln
  • Inkomplette (ggf. krankheitsbedingte) Rückenmarksverletzungen - Infos und Austausch für gehfähige Patienten (z.T. andere Barrieren, z.T. weniger Vorwissen, wenn keine spezialisierte Rehabilitation stattgefunden hat - zum Entstehen der Symptome, möglichen Therapien und Hilfsmitteln, Mobilität (ggf. Probleme beim Anstehen und längeren Gehstrecken, ggf. Temperaturregulation) etc.)
  • Barrierefrei (um-)bauen
  • Assistenzhunde - Möglichkeiten, Zugangswege
  • Antragsdschungel: Tipps zur Beantragung von Therapien und Hilfsmitteln (wie findet man richtige Ansprechpartner, Antragswege, Tipps zu Antrag und Widerspruch, passende Hilfsmittel und Therapien etc.)
  • Umgang mit Verschlechterungen und Notfallsituationen: Red flags erkennen, akute und langfristige Verschlechterungen; was tun wenn...; Notaufnahme und damit verbundene Probleme (bei mangelndem Wissen über Rückenmarksverletzungen vor Ort), Erste Selbsthilfe, Hilfsmöglichkeiten für Familie und Freunde,...
  • Ableismus begegnen - Muster erkennen, Strategien entwickeln (im Austausch mit Betroffenen)
  • "Wie sag ichs meinem Arzt": Ärzteteam zu Hause aufbauen, welcher Facharzt für welches Thema, Informationsquellen zur Weitergabe an Ärzte (Infobroschüren, Online-Fortbildungen, Video-Vorträge etc.)
  • Verlaufsdokumentation zu Hause: Symptome selbst dokumentieren (Möglichkeiten, Hilfsmittel), Symptomtagebuch, Tools und Apps...
  • Kognitive Probleme - erkennen, Pacing lernen, Kompensations- und Trainingsoptionen
Auf jeden Fall noch mal vielen Dank für die wichtige Arbeit!Viele Grüße,odyssita
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odyssita
Darf ich dir auch 3 likes geben. Deine Themenvorschläge sind einfach super. Die meisten würden mich auch sehr interessieren. 
Vorallem:
- Fatigue und Schmerzen
- Pacing (muss ich auch mal googeln, ich kannte diesen Begriff gar...
odyssita
Darf ich dir auch 3 likes geben. Deine Themenvorschläge sind einfach super. Die meisten würden mich auch sehr interessieren. 
Vorallem:
- Fatigue und Schmerzen
- Pacing (muss ich auch mal googeln, ich kannte diesen Begriff gar nicht... ist aber sehr spannend)
- Inkomplette (ggf. krankheitsbedingte) Rückenmarksverletzungen - Infos und Austausch für gehfähige Patienten (z.T. andere Barrieren, z.T. weniger Vorwissen, wenn keine spezialisierte Rehabilitation stattgefunden hat - zum Entstehen der Symptome, möglichen Therapien und Hilfsmitteln, Mobilität (ggf. Probleme beim Anstehen und längeren Gehstrecken, ggf. Temperaturregulation) etc.)  -> da sind wir ja auch höchstbetroffen. Auch nur schon der Umgang mit einem inkompletten Querschnitt und der Umgang damit. In vielen Köpfen ist Querschnitt --> Beine nicht mehr bewegen. Und wenn man sogar einige Schritte gehen kann. Ist das gar nicht nachvorziehbar und einschätzbar. Auch für den Betroffenen nicht. 
- Barrierefrei (um-)bauen
- Assistenzhunde - Möglichkeiten, Zugangswege
- Antragsdschungel: Tipps zur Beantragung von Therapien und Hilfsmitteln (wie findet man richtige Ansprechpartner, Antragswege, Tipps zu Antrag und Widerspruch, passende Hilfsmittel und Therapien etc.) --> auch z.B. Hilflosenentschädigung. Wenn einmal abgeleht, wann und wie wieder einen Antrag machen. Vielleicht auch ein coaching, wann macht ein Wiedererwägungsgesuch überhaupt Sinn
Umgang mit Verschlechterungen und Notfallsituationen: Red flags erkennen, akute und langfristige Verschlechterungen; was tun wenn...; Notaufnahme und damit verbundene Probleme (bei mangelndem Wissen über Rückenmarksverletzungen vor Ort), Erste Selbsthilfe, Hilfsmöglichkeiten für Familie und Freunde,... --> auch für neu Betroffene, was heisst die Diagnose, bleibt es jetzt das Leben lang so, kann es Verschlechterungen geben?
-"Wie sag ichs meinem Arzt": Ärzteteam zu Hause aufbauen, welcher Facharzt für welches Thema, Informationsquellen zur Weitergabe an Ärzte (Infobroschüren, Online-Fortbildungen, Video-Vorträge etc.) --> Ganz wichtig. Als Betroffene sind wir auch Experten, doch die Zusammenarbeit mit den Ärzten ist oft etwas schwierig.
-Verlaufsdokumentation zu Hause: Symptome selbst dokumentieren (Möglichkeiten, Hilfsmittel), Symptomtagebuch, Tools und Apps...
-Kognitive Probleme - erkennen, Pacing lernen, Kompensations- und Trainingsoptionen
Also nochmal Danke für diesen Imput
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Liebe mondschrein,
mir hat das Brainstorming richtig Spaß gemacht. :)
Ja, ich erlebe es auch so, dass man mit einer inkompletten Rückenmarksverletzung oft ziemlich in der Luft hängt. Ich sehe da ganz großen Bedarf, zu dem Thema fortzubilden....
Liebe mondschrein,
mir hat das Brainstorming richtig Spaß gemacht. :)
Ja, ich erlebe es auch so, dass man mit einer inkompletten Rückenmarksverletzung oft ziemlich in der Luft hängt. Ich sehe da ganz großen Bedarf, zu dem Thema fortzubilden. Wobei zum Teil die Frage sein wird, wie die Informationen bei den Betroffenen ankommen - denn zum einen dauert es oft lange, bis die Diagnose überhaupt gestellt wird (das kennt Ihr ja auch), und zum anderen muss man erst mal auf die Idee kommen, dass die Paraplegikerzentren vielleicht auch bei inkompletter Rückenmarksverletzung eine wichtige und hilfreiche Anlaufstelle sein könnten. Und die Frage, inwiefern (gefühlte oder tatsächliche) Zugangshürden für Patienten mit krankheitsbedingter inkompletter Rückenmarksverletzung bestehen, haben wir ja letztens schon mal diskutiert. Da würde es wirklich gut tun, ganz offiziell zu hören "ja, Ihr seid hier richtig" und so Zugang zu kompetenten Ansprechpartnern und Fortbildungsangeboten zu haben.
Viele Grüße,
odyssita
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Lieber Nesti
Ich freue mich, dass Du auf Deine Fragen so viele spannende Anregungen von Odyssita, Francesco und Mondschrein erhalten hast. Diesen habe ich kaum etwas beizufügen. Allerdings wäre es wünschenswert, alle Betroffenen auf unser...
Lieber Nesti
Ich freue mich, dass Du auf Deine Fragen so viele spannende Anregungen von Odyssita, Francesco und Mondschrein erhalten hast. Diesen habe ich kaum etwas beizufügen. Allerdings wäre es wünschenswert, alle Betroffenen auf unser Internet-Forum aufmerksam zu machen. Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie hilfreich so ein Austausch im Alltag sein kann.
Wow, so ein tolles Kursangebot hätte mir während meiner Reha auch gut gefallen ?. Mit allen oben erwähnten usern stimme ich völlig überein. Für einen einzigen Vortrag könnte ich auch nicht aus der Region Zürich anreisen, da ich immer auf eine Fahrperson angewiesen bin. Andererseits finde ich das Kursangebot sehr verlockend, breit gefächert und empfehlenswert. Für die stationären Patient/Innen ist das eine einmalige Chance, für Körper, Geist und Seele Gutes zu tun und sich gleichzeitig weiterzuentwickeln. Ich bin eine absolute Befürworterin des lebenslangen Lernens.
Herzlich grüsst
cucusita 
 
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Als Autor dieses Blogsbeitrages bin ich überwältigt von all den guten Ideen und Gedanken, welche in den letzten beiden Tagen eingegangen sind. Dies ist wahrlich mein persönliches Highlight  dieser Woche. Vielen, vielen Dank. Ich hoffe und wünsche...
Als Autor dieses Blogsbeitrages bin ich überwältigt von all den guten Ideen und Gedanken, welche in den letzten beiden Tagen eingegangen sind. Dies ist wahrlich mein persönliches Highlight  dieser Woche. Vielen, vielen Dank. Ich hoffe und wünsche mir, dass noch mehr Direktbetroffene Ideen und Kommentare abgeben werden.

Ich und Therese Kämpfer werden die eingegangenen Ideen, Anregungen prüfen, diskutieren und schauen, was im nachfolgenden Bildungsprogramm aufgenommen werden kann.

In dem Sinne bin ich sehr froh, wenn ihr eure Kolleginnen und Kollegen auf dieses Angebot von Para Know How und hinweisen könnt.
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