Dank einer Initiative von ESCIF erhalten hohe Tetras Masken kostenlos.

Das ungewöhnlich gefährliche Virus ist nicht abgezogen. Vorsicht ist weiterhin angezeigt.

Der Zeitschrift «Faire Face» entnehme ich einige interessante Fakten zu Covid-19. Die Association Suisse des Paralysés (ASPr) bzw. Schweizerische Vereinigung der Gelähmten (SVG) gibt sie heraus. Die Vereinigung entstand nach dem zweiten Weltkrieg und war bis zur Gründung der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) die einzige gesamtschweizerische Organisation, die sich für die Interessen von uns Rollstuhlfahrern einsetzte. Mehr dazu unter dem Link http://aspr-svg.ch/.

Fakten über Covid-19

«Covid-19» heisst Corona Virus Disease 2019; dahinter steht die Familie der ungemütlichen Sars-Viren. «Sars» ist die Abkürzung von Severe acute respiratory syndrome – schwere Erkrankung der Atemwege. Bei etwa 5 Prozent der Infizierten wirkt sich das Virus, das sich seit Anfang dieses Jahres weltweit verbreitet und uns verfolgt, lebensbedrohlich aus. Wir erkranken so, dass es zum Atemstillstand kommt, und schliesslich befällt das Virus den ganzen Organismus, bis er versagt.

coronavirus und frau mit maske

Die Krönchen auf den Fortsätzen geben dem gefährlichen Virus seinen Namen: Corona. Sie bilden eine ganze Familie.

Diesen 5 Prozent der Infizierten steht eine Mehrheit von 80 Prozent gegenüber. Bei ihnen verlaufen die Folgen des Virusbefalls milde. Sie leiden wenig oder gar nicht. Dazwischen liegen die, die ernsthaft erkranken, aber nicht um ihr Leben zu bangen brauchen.

Diese Werte entsprechen, wie Dr. med. Peter Breuer betont, dem Kenntnisstand vom Mai dieses Jahres. Sie können sich in die eine oder andere Richtung verbessern oder verschlechtern. Bislang scheinen sich nicht grundlegend geändert zu haben.

Wie die Politik mit Covid-19 umgeht

Für die Regierungen und Gesundheitsbehörden in den Ländern dieser Welt stellt sich nun die Frage, nach welcher Gruppe sie sich ausrichten: nach den wenig betroffenen 80 Prozent oder nach den bedrohten 5 Prozent?

Für Politiker, die gerne mit der Macht klimpern, ist das eine wunderbare Ausgangslage. Je nach Umfrageergebnissen können sie ihr Spiel immer wieder neu intonieren, den Takt wechseln, mal den einen den Marsch blasen, mal den anderen ein Ständchen bringen. Droht, dass aus den gefährdeten 5 Prozent 10 werden, spielen sie schriller und schneller. Zeichnet sich dagegen ab, dass sich die kaum betroffene Mehrheitsgruppe vergrössert, lobpreisen sie ihre segensreiche Politik in einem sanften Adagio.

marionettenspieler

Sie tun immer das Richtige im richtigen Moment. Davon sind nicht wenige Politiker überzeugt.

In der Schweiz lag der politische Fokus von Beginn weg auf den als Risikopatienten bezeichneten 5 Prozent. Dieser Wert bedeutet, dass jeder Zwanzigste zu dieser Gruppe gehört. Unterstellen wir, dass jeder von uns einen erweiterten Bekanntenkreis von 100 Personen hat, so sind das immerhin 5, unter ihnen vielleicht auch liebe Mitmenschen. Das sind zu viele, um unbekümmert wegzuschauen, waren und sind wir uns hierzulande einig.

ESCIF-Projekt stellt kostenlose Masken zur Verfügung

Nach dieser Einsicht haben Bundesrat und Behörden ohne Wechselspiele gehandelt. Die Machtklaviatur gemäss Epidemiengesetz zu bespielen, schien ihnen allerdings eher eine Last als eine Freude zu sein. Das hat zum Geplänkel rund um das Maskentragen geführt. Dabei sind diese Masken das einfachste Mittel, um andere und sich selbst zu schützen. Sie helfen uns auch psychologisch, vorsichtig zu handeln.

Aus diesem Grund hat die European Spinal Cord Injury Federation (ESCIF) ein europaweites Hilfsprojekt ins Leben gerufen. Ihr Ziel: die Risikogruppe der (hohen) Tetras mit kostenlosen Masken für ihre Helfer versorgen. Informationen zu dieser sinnvollen Initiative auf Englisch unter https://protectthevulnerable.org/ sowie auf Deutsch unter https://www.fgq.de/escif-help-alliance/.

fritz und ehefrau ruth mit maske

Wer sich nahe kommt, trägt Maske.

fritz mit maske und enkel brian

Auch Brian, mein Enkel, freut sich mächtig über meine Maske.

Bakterien und Viren

Bakterien sind gemäss Pschyrembel, dem klassischen medizinischen Nachschlagewerk, «einzellige Kleinlebewesen». Wie alle Lebewesen können wir sie vergiften. Wirkt das Gift nur auf das Bakterium, gefährden wir unser eigenes Leben nicht. Diese spezifisch wirkenden giftähnlichen Substanzen nennen wir Antibiotika.

Viren sind dagegen keine Lebewesen, sondern lediglich «biologische Strukturen», die sich nur in Wirtszellen vermehren können. Gegen sie können wir nicht antibiotisch vorgehen, weil wir sonst unsere eigenen Zellen abtöten würden. Nur mit geeigneten Impfungen bewirken wir, dass unsere Zellen die unerwünschten Gäste abstossen.

Kommentare (2)

This comment was minimized by the moderator on the site

Hallo Lieber Fritz.!
Wow das nenne ich ein Artikel, der echt gut aufgeklärt.! Ich finde dieses Artikel sollte sogar in eine Fachzeitung /TV veröffentlich werden. Aber wie du bereits weisst, die Bremsen stellen hier je nach Land und Politik im ...

Hallo Lieber Fritz.!
Wow das nenne ich ein Artikel, der echt gut aufgeklärt.! Ich finde dieses Artikel sollte sogar in eine Fachzeitung /TV veröffentlich werden. Aber wie du bereits weisst, die Bremsen stellen hier je nach Land und Politik im weg.

LG Francesco

Weiterlesen
This comment was minimized by the moderator on the site

Vielen Dank für die Bllumen!
Für uns ist der Blog der Community die Fachzeitung! Ersetzt auch das Fernsehen!
Gruss und bis bald,
fritz

Noch keine Kommentare vorhanden.
Sei der Erste, der dies kommentiert!

Beitrag bewerten