Zeiten der Besinnung hatten wir im Corona-Jahr genug. Insgeheim hoffen wir auf Wunder, auf wundersame Weihnachten.

Die «Schulmedizin» und die «Alternativmedizin» ergänzen sich wunderbar: Die eine repariert eingetretene Schäden, sei’s mit Chemie oder dem Messer, die andere kümmert sich im weitesten Sinne um unser Wohl, trachtet danach, Leiden zu vermeiden. Die Vertreter beider Ansätze orientieren sich an der Natur. Trotzdem arbeiten sie kaum zusammen, als würde sie ein unüberwindbarer Graben trennen.

Dabei geht unter, dass die eigentliche Grenze am Weg zur religiös angereicherten Heilkunde verläuft. Sie verbindet Medizin mit Theologie. Mit Naturwissenschaft hat sie wenig zu tun. Sie bietet sich als wundersame Heilslehre an. Folgen wir ihr, so wandelt sich die gesunde Lebensführung zur gottgefälligen Disziplin. Wer sie einhält, schützt sich vor Krankheit und Unglück. Nur Schuldige und Gottlose erwischt es böse.

Kehrt im ganzen Land eine Seuche ein, ist das die Strafe Gottes. Wir haben es übertrieben, uns schuldig gemacht. Wer sich erhofft, die Plage zu überstehen, muss in sich gehen, neudeutsch «in den Lockdown».

theologe mit bibel

In der religiös beeinflussten Medizin ersetzt die Bibel das schulmedizinische Kompendium.

Nun will es die Ironie, dass wir uns traditionell im Dezember eine «besinnliche Weihnachtszeit» wünschen. Wohlwollend meinen wir damit eine geruhsame Zeit im trauten Heim mit unseren Lieben, weil wir seit jeher wissen, dass uns das guttut.

In diesem Jahr jedoch werden wir uns nach monatelangen Phasen der Besinnung in erzwungener Abgeschiedenheit wohl anderes ersehnen. Die religiös umgarnte Medizin hält hier einen weiteren Weg offen: den des Wunders.

Seit jeher glauben wir Menschen, Wunder herbeirufen zu können. Wenn wir es richtig anstellen, vermögen wir, übernatürliche Kräfte zu beschwören, Sehnsüchte wahr werden zu lassen.

In unserem Bewusstsein steht Jesus Christus für solche ergreifenden Vorgänge. Er lud unsere Schuld auf sich, vermochte unschuldig Leidende zu heilen und entfloh nach der Kreuzigung seinem Grabe.

bootsfahrern erscheint jesus auf dem wasser

Ob religiös oder nicht, insgeheim glauben wir alle (ein bisschen) an Wunder.

Im Gedenken daran wünsche ich euch allen dieses Jahr eine wundersame Weihnachtszeit. Besinnt euch nicht zu viel. Bleibt gesund, an welche Medizin, an welchen Gott, an welche Wunder ihr auch immer glaubt.

Kommentare (2)

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Lieber Fritz

Deine Gedanken zu "wundersame Weihnachten" haben mich nachdenklich gestimmt. Ich wünsche von Herzen, dass uns allen Hoffnung und Zuversicht erhalten bleiben. Aus dieser inneren heilenden Kraftquelle möchte ich immer wieder den Mut...

Lieber Fritz

Deine Gedanken zu "wundersame Weihnachten" haben mich nachdenklich gestimmt. Ich wünsche von Herzen, dass uns allen Hoffnung und Zuversicht erhalten bleiben. Aus dieser inneren heilenden Kraftquelle möchte ich immer wieder den Mut zu finden, mein Schicksal zu gestalten.

Frohe Festtage wünscht Dir

Cucusita

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Danke für deine gutgen Wünsche.
Ich erwidere sie gerne.
Weiterhin alles Gute und erfolgreiche "Gestaltung"!

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