Der Silvesterabend hat’s in sich!

Ich und das Community-Team wünschen euch einen heiteren Silvesterabend und einen guten Übertritt ins neue Jahr. Seht zu, dass es euch nicht so geht wie Ben vor einem Jahr: Seine Eltern waren nach Weihnachten zu einer Kreuzfahrt aufgebrochen, seine beiden älteren Schwestern zum Skifahren nach Davos. Er, der Jüngste, musste daheim bleiben. Schliesslich durfte er zuvor als Belohnung für den Schulabschluss die USA bereisen. Er solle nach dem Haus und dem Hund schauen und nichts Dummes anstellen.

Trinkt besser nicht die ganze Flasche wie Ben!

Das liess sich Ben nicht zweimal sagen. Zu Silvester lud er alle seine Freunde zu einer Mega-Party ein. Im stattlichen familiären Anwesen richtete er eine Disco ein, im grossen Esszimmer deckte er auf und bot einen Grillmeister auf. Gegen 20 Uhr waren alle da. Ben begrüsste sie mit schelmischem Lächeln in massgeschneiderter Cowboykleidung. Zum Apéro gab’s einen besonderen Wildwest-Whisky, dazu Cola. Wenig später sagte er, er müsse noch schnell in sein Zimmer hoch, um sich die Hände zu waschen. Nach einer halben Stunde begannen sich die Gäste zu fragen, wo denn Ben verblieben sei. Auch der Hund wirkte beunruhigt.

Sie rufen mehrere Male, warten aber vergeblich auf Antwort. Der Hund weist Richtung Treppenhaus. Schliesslich folgen ihm zwei von Bens engsten Freunden. Zögerlich steigen sie die Treppe hoch und nähern sich seinem Zimmer. Die Türe steht offen. Sie treten ein. Ben liegt friedlich schnarchend auf seinem Bett, über seinem Gesicht der Cowboyhut, an den Füssen die schön genähten, echten Boots. Andi, der Medizinstudent, lehnt sich besorgt über seinen Freund. Da beginnt der Hund zu bellen. Ben wacht kurz auf, lallt «lasst mich in Ruhe» und schläft gleich wieder ein.

Achselzuckend gehen die beiden wieder runter. Dort bittet der Grillmeister zu Tisch und zeigt auf eine leere Flasche Whisky: «Die hat Ben im Laufe des Nachmittags selbst gesoffen – zur Vorbereitung auf euch.»

Ich heisse Fritz, nicht Ben: Ein "Kaffee fertig" genügt mir.

Gegen Mitternacht weckt dröhnender Bass Ben auf. Mühselig rappelt er sich auf. Benommen tappt er zu seinen Gästen. Als sie ihn in seiner Disco bemerken, stellen sie die Musik ab. Die Wanduhr schlägt zwölf. Zerknirscht ruft Ben seinen Freunden zu: «Nie wieder Cowboy!»

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