Einige nützliche Links, die das Reisen im Rollstuhl erleichtern und uns den Weg zu Hilfsmitteln weisen

Der Frühling naht, die Lebensgeister erwachen, wir wollen raus – fürs erste zu einem Tagesausflug mit der SBB. Mindestens eine Stunde im Voraus müssen wir das anmelden, damit uns der Mobilitätsdienst in den Zug hievt. 0800 007 102 lautet die Telefonnummer. Von 6 Uhr morgens bis abends 22.30 Uhr ist sie bedient.

Es gibt allerdings immer mehr Züge, die ebenerdig zugänglich sind (mehr dazu in diesem Beitrag). Wer mit dem Zug ins Ausland will, wendet sich direkt an das SBB Contact Center, Telefon 0848 44 66 88, oder sieht sich mal diesen Link auf der Homepage der Bahn an.

rollstuhlfahrer und fussgängerin beim minigolf

Warum nicht einmal vor herrlichem Ausblick minigolfen?

Barrierefreie Ausflüge in der Schweiz

Tipps zu Ausflügen finden wir auf der Homepage der Claire & George Stiftung. Diese Stiftung organisiert für Menschen mit Behinderung auch individuelle Ferienprogramme vom Transport über die Wahl des Hotels bis zur Ausflugsbegleitung und Unterstützung durch die lokale Spitex. Sie beschränkt sich dabei auf die Schweiz, ab und an auch Deutschland.

Wenn wir auf eigene Faust unterwegs sind, weist uns die Paramap den Weg. Auf dieser Karte sehen wir, wo wir aufs Klo gehen können, wo wir am besten parkieren und logieren können und schliesslich wo’s für Rollstuhlfahrer einen zugänglichen Bancomaten hat.

drei junge leute im rollstuhl vor der kapellbrücke in luzern

Auf der Paramap finden wir viele nützliche Hinweise, z. B. für einen Ausflug nach Luzern.

«Abenteuer auf Rädern» im Ausland

Wer in die weite Welt will, dem helfen Procap und Globetrotter sowie der Schweizer Ableger des deutschen Reisekonzerns TUI bzw. dessen Büro in Luzern an der Burgerstrasse 2 (Tel. 041 249 40 80). Dort können wir nebst TUI-eigenen auch Angebote von Veranstaltern wie Helvetic Tours, Hotelplan, Kuoni, Travelhouse usw. buchen. Bei Globetrotter arbeitet am Standort Bern an der Neuengasse 23 (Tel. 031 326 60 00) Roland Bigler, selbst Rollstuhlfahrer. Er freut sich, uns bei individuellen Reiseplänen zu unterstützen. Auf barrierefreies Reisen, «Abenteuer auf Rädern», hat er sich spezialisiert.

Mit Globetrotter arbeitet auch die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) zusammen. Sie bietet Gruppenreisen an, und zwar für im Alltag selbständige Rollstuhlfahrer/-innen wie auch solche, die Hilfe brauchen – bekannt unter dem Namen «Tetra-Reisen». Hier der Link zum Prospekt.

gruppe mit und ohne rollstuhl in cagliari

Die SPV bietet zahlreiche Gruppenreisen an. In diesem Fall ging's nach Sardinien.

Hilfsmittel erleichtern das Leben und die Reise

Wohin es euch auch zieht, wir von der Community wünschen gute Reise! Noch besser wird sie, wenn wir die nötigen Hilfsmittel bei uns haben. Orthotec, ein Teil der Schweizer Paraplegiker-Gruppe (SPG), bietet hier vom orthopädischen Hilfsmittel über Rollstühle bis zur Inkontinenzversorgung und dem Autoumbau vieles, namentlich auch kompetente Beratung. Dazu müssen wir uns allerdings nach Nottwil begeben. Vorab lohnt sich ein Anruf unter 041 939 56 06 oder ein Besuch auf der Homepage.

Gleichermassen gilt das für die schweizweit tätigen Hilfsmittelhändler Auforum in Münchenstein bei Basel (Tel. 061 411 24 24) und Strack in Schaffhausen (Tel. 052 630 31 60). Sie bieten fast alles, was Menschen mit Behinderung und Senioren brauchen, sei es zum Kauf oder zur Miete. Beide haben einen Online-Shop. Strack bietet auch Occasionen an.

protrek trekking rollstuhl

Mit diesem Hilfsmittel – und einer kräftigen Hilfsperson – können wir sogar an Bergtouren teilnehmen. (Quelle: zVg / https://sahb.ch)

Exma Vision – Ausstellung käuflicher Hilfsmittel in Oensingen

Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft Hilfsmittelberatung für Behinderte und Betagte (SAHB) in Oensingen, Kanton Solothurn (Tel. 062 388 20 20), berät uns, wenn es um Hilfsmittel geht, aber auch in baulichen Fragen (ebenso wie das Zentrum für hindernisfreies Bauen der SPV). Die SAHB betreibt mit einen Occasionsmarkt, und zwar mit der Ausstellung käuflicher Hilfsmittel Exma Vision (hier ein Bericht über einen Besuch dort). Sie geht auf das sogenannte IV-Depot zurück, das die SAHB als Treuhänder für die Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) verwaltet. Dorthin gehen alle Hilfsmittel zurück, die wir von der IV zur «leihweisen Abgabe» erhalten haben. Natürlich müssen sie noch brauchbar sein oder von der SAHB renoviert werden können. Zu diesen Hilfsmitteln zählen auch umgebaute Occasions-Autos. Scout bietet das ebenfalls an.

Ob’s in die Ferien geht, zu einem Besuch oder einem Ausflug: Wir wünschen gute Fahrt!

fussgängerin und rollstuhlfahrer mit swiss trac auf wanderweg

Der Swiss-Trac ist der Schweizer Klassiker unter den Hilfsmitteln. Mit ihm können wir traumhafte Wanderwege bewältigen.

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