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  1. carken
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  3. Leben mit Querschnittlähmung
  4. Dienstag, 05. November 2019

Liebe alle,

Da wir bald im 2020 sind, müssen wir uns die Frage stellen, inwieweit die Einstellung in Bezug auf die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen sich in den letzten Jahren geändert hat.

Im Jahr 2003 wurde die Eidgenössische Volksinitiative 'Gleiche Rechte für Behinderte' im Parlament besprochen.  Bei dieser Gelegenheit führte die RTS eine Sendung durch, in dem Parlamentarier befragt wurden, die für oder gegen die Initiative waren, der Nationalrat Marc Suter, der Gründungsvater der Initiative, sowie die Hauptlobbys, die sich dagegen aussprachen.

Ich schlage euch vor, die folgende Sequenz (10 Minuten, auf französisch) zu sehen, die dem Thema "bauliche Hindernisse" gewidmet ist: https://www.youtube.com/watch?v=gwYk9V_TrT0&t=3s 

Einige Argumente von damals sind ziemlich überraschend, oder ? Ich freue mich, eure Meinung zu kennen.

Liebe Grüsse und schönen Abend.

Carken

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Lieber Carken

Du bist eine echte Bereicherung in unserem Forum. 17 Jahre sind es her seit dieser Initiative. Damals hiess es, wir machen alles auf freiwilliger Basis, aber wir machen es! Heute stossen wir nach wie vor an so viele Hürden, Barrieren und Grenzen. Und es wären wirklich oft nur ganz kleine Anpassungen nötig. Ich bekomme "Bibeli" beim schauen des Youtube.

Meine Güte dieser Präsident der Gastro Suisse Rodolpho Romano, seine Aussage lautete in etwa:" Wir wissen schon, was die Behinderten brauchen, ein bisschen über den Kopf tätscheln und ein paar aufmunternde Worte, aber sicher keine teueren Rampen und Toiletten!"  Und wer sagte noch gleich "wir müssen nur anpacken und die Rollstuhlfahrer, die paar Treppen hinauftragen, wir wollen doch kein Land voller Rampen!" 

Gibt es dieses Video auch in deutscher Sprache? Carken, du bist so gut im aufstöbern. Vielleicht findest du etwas. So oder so, finde ich es gut, dass du auch die rechtliche Seite einbringst. Sehr wichtig für ALLE. 

Schade waren du und Francesco zu dieser Zeit nicht politisch aktiv. Wer weiss, was ihr hättet bewegen können. 

Herzliche Grüsse aus dem verregneten Süden, Silvia

 

 

 

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Liebe Silvia

Danke für deine Antwort.Leider kenne ich keine ähnliche Sendung auf Deutsch. Danke auch das du sie inhaltlich auf Deutsch übersetzt - vermittelt hast. 

Ja, dass wir betroffene Personen die Gleichstellung fördern scheint mir sehr wichtig.

Ich bedauere dass manchmal es in einer zu agressiven und negativen Art gemacht wird.

Auch wenn wir viele Frustrationen haben schlussendlich ist ist kontraproduktiv meiner Meinung nach, oder?

Liebe Grüsse.

Carken

 

 

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Lieber Carken

Bestimmt hast du recht, dass es besser wäre nicht agressiv oder negativ auf gewisse Ungerechtigkeiten zu reagieren. Meist gelingt mir dies sogar. Trotzdem nervt es mich ehrlich gestanden, wie oft man lieber die Faust im Sack macht anstelle zu reagieren. Man sollte einfach der "liebe brave" Behinderte sein, dann wird schon geholfen. Dass dem leider nicht so ist, wissen wir zur genüge. 

Bin jedenfalls schon gespannt auf die Coop Reaktion von Francesco.

Herzliche Grüsse, Silvia

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Auf französisch sagt man " une main de fer dans un gant de velours".

Kennst du einen ähnlichen Ausdruck auf Deutsch?

Ich bin total einverstanden mit dir : ein braver Behinderte" bringt sicher nichts.

Ich bin auch auf die Rückmeldung von Francesco gespannt.

Lieber Gruss.

Carken 

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Hoi carken

das läuft aber heute hier im Forum. ? Bin mir nicht ganz sicher, ob Faust im Sack machen, dasselbe ist wie eben  main de fair, denke aber eher ja.  Da könnte uns eventuell Monschrein helfen. Wer weiss vielleicht liest sie es. 

Leider muss ich nun aber wirklich noch Rasen mähen und Tulpenzwiebeln setzen, so muss das Chatten auf Sonnenuntergang vertagen. 

Häbet alli ä guete Tag. Silvia

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Habe nachgeschaut...; mit  " une main de fer dans un gant de velours" ist eher eine diplomatische aber feste Haltung gemeint.

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Salü carken

.... une main de fer dans un gant de velours verstehe ich auch als: "c'est le ton qui fait la musique - oder der Ton macht die Musik."

Der liebe, brave Behinderte in seiner Opferrolle hat kaum eine Chance, ernst genommen zu werden. Da braucht es überzeugende Argumente, die in nicht aggressivem Tonfall und mit Zivilcourage vorgetragen werden.

Einfach toll, wie Du dich hier engagierst.

Gruss von

cucusita

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